• 20.07.2011, 09:25:00
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Österreich bei Pro-Kopf Investitionen in den Ausbau des Schienennetzes auf Platz 1

Österreich liegt bei den Pro Kopf Investitionen in die Schieneninfrastruktur mit 230 Euro pro Einwohner an der Spitze der EU. Massive Fahrtzeitverkürzungen für Reisende.

Wien (OTS) - Die kürzlich von der "Allianz pro Schiene"
veröffentlichte Studie belegt, dass Österreich bei den
Pro-Kopf-Investitionen in den Ausbau des Schienennetzes mit 230
Euro/Einwohner innerhalb der EU noch vor Spanien, Italien, Frankreich
und Deutschland auf Platz 1 liegt. Nur die Schweiz investierte 2010
mit 308 Euro pro Einwohner noch mehr. Platz 2 und 3 innerhalb der EU
gehen an Schweden (164 Euro/Ew) und Niederlande (159 Euro/Ew). Mit
einer Pro-Kopf Investition von 53 Euro/Ew liegt Deutschland
abgeschlagen auf den hinteren Rängen.

Nase vorn beim Verhältnis Investitionen Schiene zu Straße

Österreich investiert der Studie zufolge deutlich mehr in die Schiene
als in ihre Straßennetze, nämlich 257 Prozent - und liegt damit auch
deutlich vor der Schweiz (130 Prozent), Deutschland hält bei 81
Prozent.

Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn

Die ÖBB investieren im Auftrag der Republik in ein Streckennetz, das
die Bahn wettbewerbs-fähig gegenüber dem Auto macht und die
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich bis weit
ins kommende Jahrhundert sichert und stärkt. Bis 2016 werden gemäß
dem von der Bundesregierung im Ministerrat beschlossenen Rahmenplan
insgesamt 12,8 Milliarden Euro in den Ausbau, den Erhalt und die
Verbesserung des österreichischen Schienennetzes sowie in den Neubau
und die Modernisierung von Bahnhöfen investiert.

Bereits Ende 2012 massive Fahrtzeitverkürzung auf der Westbahn

Bereits mit Fahrplanwechsel 2012 wird sich durch die Investitionen
die Reisezeit für Fahrgäste auf der Westbahn massiv verkürzen. So
beträgt dann beispielsweise die Fahrtzeit von Wien nach Salzburg
statt 2 Stunden 45 Minuten nur noch 2 Stunden 28 Minuten, nach
Innsbruck statt 4 Stunden 37 Minuten nur noch 4 Stunden 13 Minuten.
Die Fertigstellung des viergleisigen Ausbaus der Weststrecke Wien -
Linz ist großteils bis Dezember 2015 fertig, bis 2025 soll die auch
die letzte Lücke, der Abschnitt Linz -Wels, geschlossen werden.

Bahn 2025: Schneller als das Auto - Top-Speed auf West- und Südbahn

Bis 2025 soll die Bahn dem Auto und dem Flugzeug bei der Verbindung
der größten Ballungsräume in Österreich und in einem 500 Kilometer
großen Radius auch im nahen Ausland den Rang als wichtigstes
Massenverkehrsmittel ablaufen.
Die Reisezeit auf der Westbahn bis 2025 wird nochmals beträchtlich
reduziert, zwischen Wien und Salzburg beispielsweise beträgt die
Fahrtzeit dann nur noch 2 Stunden 15 Minuten.

Schnell(er) in den Süden

Die neue Südstrecke wird bis 2024 komplett erneuert. Durch die
Fertigstellung des Semmering-Basistunnels neu und des Koralmtunnels
wird die Fahrtzeit von Wien nach Graz auf 1 Stunde und 50 Minuten,
jene von Wien nach Klagenfurt auf 2 Stunden 40 Minuten sinken. Werte,
die mit dem Auto bei Einhaltung der Geschwindigkeitslimits nicht zu
erzielen sind.

Während heute auf der Weststrecke bereits 20 Millionen Fahrgäste im
Fernverkehr gezählt werden, sind es Richtung Süden erst vier
Millionen. Laut Prognosen werden bis 2026 um zehn Prozent mehr
Menschen an der Südbahn wohnen als an der Westbahn: nämlich 6,62
Millionen. Die Südstrecke ist auch ein Kernstück des europäischen
Güterverkehrs. Schon heute fahren über den Semmering jährlich 11,5
Millionen Tonnen Güter. Damit ist die alte Ghega-Bahn heute nach dem
St.-Gotthard-Tunnel gemeinsam mit dem Brenner die am meisten
frequentierte Bahnstrecke über die Alpen. Allein zwischen 1994 und
2008 wuchs der Güterverkehr über den Semmering um 89 Prozent. Das
Frachtvolumen wird im kommenden Jahrzehnt weiter ansteigen, denn die
Südbahn ist Teil der Baltisch-Adriatischen Achse, die die Ostseehäfen
mit jenen in Oberitalien und Slowenien verbindet.

Mit Top-Speed auf den großen Bahnachsen Süd- und Westbahn

Von Wien nach   Fahrzeit jetzt    Fahrzeit 2025
Salzburg        2.40              2.15
Innsbruck       4.50              4.00
Graz            2.40              1.50
Klagenfurt      4.00              2.40
München         4.10              3.45
Budapest        3.00              2.20
Prag            4.30              3.50
Venedig         8.00              6.00

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Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
Mag. Herbert Ofner
Pressesprecher
Tel.: Tel.: 01 93000-44278, Mobil: 0664/617 15 11
mailto:[email protected]

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