• 19.07.2011, 12:21:55
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SOS-Kinderdorf startet erste Hilfsmaßnahmen in Somalia, Äthiopien und Kenia - und bittet die Menschen in Österreich um Unterstützung

Innsbruck/Wien (OTS) - Elf Millionen Menschen sind von der
extremen Dürre in Ostafrika direkt betroffen, allein 500.000 Kinder
leiden an Unterernährung. SOS-Kinderdorf organisiert nun in Somalia,
Kenia und Äthiopien erste Hilfsmaßnahmen zur Versorgung der
Flüchtlinge mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe.

Mogadischu/Somalia: Die Lage in Somalia ist katastrophal. Die
Menschen sind nicht nur von Hunger und Dürre bedroht, sondern auch
von ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen. Tausende fliehen
nach Kenia und Äthiopien. Viele Menschen gehen aber auch in die
zerstörte Hauptstadt Mogadischu, weil sie dort auf eine
Mindestversorgung mit Wasser, Nahrung und Medikamenten hoffen. Ahmed
Ibrahim, SOS-Kinderdorf-Leiter in Somalia, nach einem Besuch im
Darkenely-Camp bei Mogadischu: "Die Flüchtlingslager sind überfüllt,
Lebensmittel knapp. Mütter, Kinder, alle kämpfen nach langen
Strapazen ums Überleben. Es gibt zu wenig Nahrung und zu wenig
Medikamente, daher droht neben Hunger auch der Ausbruch von
Krankheiten." SOS-Kinderdorf (als eine von wenigen
Hilfsorganisationen dauerhaft in Mogadischu tätig) plant in der
bestehenden SOS-Klinik ein Therapie- und Ernährungszentrum für
unterernährte Kinder einzurichten sowie eine mobile Klinik und ein
Impfzentrum im Darkenley-Flüchtlingscamp.

Gode/Äthiopien: In Gode hat SOS-Kinderdorf schon mehrfach
Katastrophenhilfe geleistet. Durch die vorhandene Infrastruktur und
das Know-how der SOS-Mitarbeiter können dort schnell Hilfsmaßnahmen
für Kinder und Mütter durchgeführt werden. Geplant sind die Ausgabe
von Lebensmitteln und nachhaltige Entwicklungsmaßnahmen, um die
Existenzen der Familien langfristig abzusichern. SOS-Kinderdorf
Äthiopien unterstützt derzeit bereits 59.000 Menschen (davon 16.000
in Gode). Die Programme sollen nun noch weiter ausgebaut werden.

Marsabit/Kenia: SOS-Kinderdorf erreicht in Kenia mit seinen
Programmen 14.000 Menschen, alle SOS-Standorte sind aber weit vom
Norden, der mit der Dürre und dem Flüchtlingsstrom aus Somalia
kämpft, entfernt. In Marsabit im Norden war schon vor der
Dürrekatastrophe für Ende 2011 der Start eines
SOS-Familienhilfsprogramms geplant. Angesichts der akuten Notlage
wird SOS-Kinderdorf nun früher starten und möglichst rasch eine
Ausspeisungsstelle errichten.

Auch SOS-Kinderdörfer betroffen: SOS-Kinderdorf unterstützt mit
seinen Programmen in Somalia, Kenia und Äthiopien derzeit mehr als
220.000 Menschen und ist von den massiv steigenden Lebensmittelpreise
direkt betroffen. Sie schlagen sich schon jetzt mit einem
zusätzlichen Finanzierungsbedarf von 20 Prozent nieder.

Spendenkonto: PSK 1.566.000 (BLZ 60.000) KW "Ostafrika"
Onlinespenden & mehr Infos: www.sos-kinderdorf.at

Rückfragehinweis:
Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Presse (Innsbruck)
Tel. 0676 / 88144-201
Tina Vermeer, SOS-Kinderdorf/Presse (Wien)
Tel. 0676 / 88144-486

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