SOS-Kinderdorf startet erste Hilfsmaßnahmen in Somalia, Äthiopien und Kenia - und bittet die Menschen in Österreich um Unterstützung

Innsbruck/Wien (OTS) - Elf Millionen Menschen sind von der
extremen Dürre in Ostafrika direkt betroffen, allein 500.000 Kinder leiden an Unterernährung. SOS-Kinderdorf organisiert nun in Somalia, Kenia und Äthiopien erste Hilfsmaßnahmen zur Versorgung der Flüchtlinge mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe.

Mogadischu/Somalia: Die Lage in Somalia ist katastrophal. Die Menschen sind nicht nur von Hunger und Dürre bedroht, sondern auch von ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen. Tausende fliehen nach Kenia und Äthiopien. Viele Menschen gehen aber auch in die zerstörte Hauptstadt Mogadischu, weil sie dort auf eine Mindestversorgung mit Wasser, Nahrung und Medikamenten hoffen. Ahmed Ibrahim, SOS-Kinderdorf-Leiter in Somalia, nach einem Besuch im Darkenely-Camp bei Mogadischu: "Die Flüchtlingslager sind überfüllt, Lebensmittel knapp. Mütter, Kinder, alle kämpfen nach langen Strapazen ums Überleben. Es gibt zu wenig Nahrung und zu wenig Medikamente, daher droht neben Hunger auch der Ausbruch von Krankheiten." SOS-Kinderdorf (als eine von wenigen Hilfsorganisationen dauerhaft in Mogadischu tätig) plant in der bestehenden SOS-Klinik ein Therapie- und Ernährungszentrum für unterernährte Kinder einzurichten sowie eine mobile Klinik und ein Impfzentrum im Darkenley-Flüchtlingscamp.

Gode/Äthiopien: In Gode hat SOS-Kinderdorf schon mehrfach Katastrophenhilfe geleistet. Durch die vorhandene Infrastruktur und das Know-how der SOS-Mitarbeiter können dort schnell Hilfsmaßnahmen für Kinder und Mütter durchgeführt werden. Geplant sind die Ausgabe von Lebensmitteln und nachhaltige Entwicklungsmaßnahmen, um die Existenzen der Familien langfristig abzusichern. SOS-Kinderdorf Äthiopien unterstützt derzeit bereits 59.000 Menschen (davon 16.000 in Gode). Die Programme sollen nun noch weiter ausgebaut werden.

Marsabit/Kenia: SOS-Kinderdorf erreicht in Kenia mit seinen Programmen 14.000 Menschen, alle SOS-Standorte sind aber weit vom Norden, der mit der Dürre und dem Flüchtlingsstrom aus Somalia kämpft, entfernt. In Marsabit im Norden war schon vor der Dürrekatastrophe für Ende 2011 der Start eines SOS-Familienhilfsprogramms geplant. Angesichts der akuten Notlage wird SOS-Kinderdorf nun früher starten und möglichst rasch eine Ausspeisungsstelle errichten.

Auch SOS-Kinderdörfer betroffen: SOS-Kinderdorf unterstützt mit seinen Programmen in Somalia, Kenia und Äthiopien derzeit mehr als 220.000 Menschen und ist von den massiv steigenden Lebensmittelpreise direkt betroffen. Sie schlagen sich schon jetzt mit einem zusätzlichen Finanzierungsbedarf von 20 Prozent nieder.

Spendenkonto: PSK 1.566.000 (BLZ 60.000) KW "Ostafrika" Onlinespenden & mehr Infos: www.sos-kinderdorf.at

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Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Presse (Innsbruck)
Tel. 0676 / 88144-201
Tina Vermeer, SOS-Kinderdorf/Presse (Wien)
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