• 19.07.2011, 12:05:46
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Korosec zu Frauenpensionsalter: Raschere Angleichung bringt deutliche Vorteile für Frauen!

Denn früherer Pensionsantritt bringt Einkommensverlust und geringere Pensionen!

Wien (OTS) - LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin
des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener
Seniorenbundes erklärt anlässlich der neuerlich entbrannten Debatte
um die frühere Anhebung der Frauenpensionsantrittsalter, warum sie
und der Österreichische Seniorenbund den sonntäglichen Vorstoß des
Sozialministers zur rascheren Angleichung der
Frauenpensionsantrittsalter gerne unterstützen:

"Nahezu täglich erreichen uns Anrufe und Zuschriften von Frauen,
die nicht mit 60 pensioniert werden wollen. Dabei geht es keineswegs
ausschließlich um Frauen in gehobenen Positionen, sondern um
Angehörige aller Berufe. Diese Frauen wollen nicht auf 5 Jahre des
besten Einkommens ihres Lebens verzichten. Diese Frauen wollen nicht
die dadurch für den Rest ihres Lebens geschmälerten Pensionen
akzeptieren. Schlicht: Diese Frauen wollen sich nicht aufgrund ihres
Alters zwangspensionieren lassen. Es ist unsere Pflicht, diesem
Wunsch der Frauen zu entsprechen, anstatt ihnen weiterhin
vorzumachen, der frühere Antritt sei eine Entschädigung für ihre
Mehrfachbelastung von Beruf und Familie oder gar ein Beitrag zum
Schließen der Einkommensschere - im Gegenteil manifestieren wir
dadurch ihre niedrigeren Einkommen auch in der Pension!"

"Umzusetzen wäre diese Änderung einfach, und natürlich
verfassungsgemäß und auch den Vertrauensschutz wahrend: Man müsste
schlichtweg früher beginnen, das Frauenpensionsantrittsalter um 6
Monate pro Jahr anzuheben - eben nicht erst 2023. Dann ist endlich
Schluss mit frauenfeindlichen Zwangspensionierungen, die ja noch dazu
gegen Europarecht verstoßen", so Korosec, die abschließend an die
politisch Verantwortlichen appelliert:

"Ich selbst habe damals die lange Übergangsfrist mitverhandelt und
war damals auch der Meinung, dass es eine so lange Zeit brauchen
wird. Aber wir müssen erkennen: Was Frauen 2011 brauchen ist aktive
Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ist eine
faire Bezahlung für ihre Leistung und sind Investitionen in ihre Aus-
und Weiterbildung. Ein früherer Pensionsantritt hingegen bringt ihnen
nichts! Also lassen wir den Ideologie-Kram beiseite und sorgen wir
für faire Arbeits- und Pensionschancen auch für Frauen! Wir werden
den Sozialminister bei der Umsetzung dieses Vorschlages gerne
unterstützen und wünschen allen Regierungsmitgliedern den nötigen
Mut, um sich hier gegen die Strukturkonservierer durchzusetzen!"

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Susanne Kofler, 0650-581-78-82
E-mail: [email protected]; www.seniorenbund.at

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