Korosec zu Frauenpensionsalter: Raschere Angleichung bringt deutliche Vorteile für Frauen!

Denn früherer Pensionsantritt bringt Einkommensverlust und geringere Pensionen!

Wien (OTS) - LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin
des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes erklärt anlässlich der neuerlich entbrannten Debatte um die frühere Anhebung der Frauenpensionsantrittsalter, warum sie und der Österreichische Seniorenbund den sonntäglichen Vorstoß des Sozialministers zur rascheren Angleichung der Frauenpensionsantrittsalter gerne unterstützen:

"Nahezu täglich erreichen uns Anrufe und Zuschriften von Frauen, die nicht mit 60 pensioniert werden wollen. Dabei geht es keineswegs ausschließlich um Frauen in gehobenen Positionen, sondern um Angehörige aller Berufe. Diese Frauen wollen nicht auf 5 Jahre des besten Einkommens ihres Lebens verzichten. Diese Frauen wollen nicht die dadurch für den Rest ihres Lebens geschmälerten Pensionen akzeptieren. Schlicht: Diese Frauen wollen sich nicht aufgrund ihres Alters zwangspensionieren lassen. Es ist unsere Pflicht, diesem Wunsch der Frauen zu entsprechen, anstatt ihnen weiterhin vorzumachen, der frühere Antritt sei eine Entschädigung für ihre Mehrfachbelastung von Beruf und Familie oder gar ein Beitrag zum Schließen der Einkommensschere - im Gegenteil manifestieren wir dadurch ihre niedrigeren Einkommen auch in der Pension!"

"Umzusetzen wäre diese Änderung einfach, und natürlich verfassungsgemäß und auch den Vertrauensschutz wahrend: Man müsste schlichtweg früher beginnen, das Frauenpensionsantrittsalter um 6 Monate pro Jahr anzuheben - eben nicht erst 2023. Dann ist endlich Schluss mit frauenfeindlichen Zwangspensionierungen, die ja noch dazu gegen Europarecht verstoßen", so Korosec, die abschließend an die politisch Verantwortlichen appelliert:

"Ich selbst habe damals die lange Übergangsfrist mitverhandelt und war damals auch der Meinung, dass es eine so lange Zeit brauchen wird. Aber wir müssen erkennen: Was Frauen 2011 brauchen ist aktive Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ist eine faire Bezahlung für ihre Leistung und sind Investitionen in ihre Aus-und Weiterbildung. Ein früherer Pensionsantritt hingegen bringt ihnen nichts! Also lassen wir den Ideologie-Kram beiseite und sorgen wir für faire Arbeits- und Pensionschancen auch für Frauen! Wir werden den Sozialminister bei der Umsetzung dieses Vorschlages gerne unterstützen und wünschen allen Regierungsmitgliedern den nötigen Mut, um sich hier gegen die Strukturkonservierer durchzusetzen!"

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