• 18.07.2011, 09:20:51
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Khol: Regierung macht Ernst: Hervorragender Vorschlag Fekters. Erfreuliche Vorhaben Hundstorfers

Wer weniger Frühpensionen haben will, muss rasch und konsequent handeln!

Wien (OTS) - "Dass wir schon bald wesentlich weniger
Frühpensionsantritte verzeichnen müssen, ist allgemeiner politischer
Konsens. Der gestern von Finanzministerin Fekter eingebrachte
Vorschlag, man solle die Steuerbegünstigung für "Golden Handshakes"
streichen, ist in hervorragender Weise geeignet, dieses Ziel auch
tatsächlich zu erreichen. Erfreulich sind auch die Reaktionen von
Sozialminister Hundstorfer darauf, der zum einen Fekters Vorschlag
unterstützt und zum anderen eine raschere Harmonisierung der
einzelnen Pensionssysteme ebenso andenkt wie die raschere Anhebung
der Frauenpensionsantrittsalter und eine Belohnung für jene, die über
das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus arbeiten", erklärt Dr.
Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und
Präsident des Österreichischen Seniorenrates anlässlich der gestern
von den beiden Regierungsmitgliedern medial eröffneten Debatte.

"Der Sozialminister unterstützt somit drei konkrete Punkte, die
von den Seniorenvertretern seit dem Vorjahr eingebracht und seither
auch z.T. von Wirtschaftsminister Mitterlehner (des Sozialministers
Spiegel-Minister) unterstützt werden. Dies lässt hoffen, dass nun
rasch und konsequent an einem Maßnahmenpaket für weniger
Frühpensionen gearbeitet wird. Hier scheinen nun alle
Regierungsmitglieder an einem Strang zu ziehen", ist Khol überzeugt.

"Die Harmonisierung aller Pensionssysteme kann bis 2025
abgeschlossen sein - allerdings müsste der Sozialminister da vor
allem die Wiener Landesregierung endlich zum Handeln bewegen können.
Das Frauenpensionsalter könnte schrittweise ab 2014 - statt bisher
geplant ab 2023 - angehoben werden. Und mit dem
Seniorenbund-Belohnungsmodell, dass einen Zuschlag von 12% mehr
Pension pro Arbeitsjahr nach 60/65 vorsieht, liegt ebenso ein
konkreter Senioren-Vorschlag vor, der rasch umgesetzt werden kann",
so Khol zu den Details der einzelnen Punkte.

"Hier erwarten wir daher konkrete Verhandlungen für den Herbst und
den Umsetzungsbeginn ab Anfang 2012. Es gibt keinen Grund mehr weiter
zuzuwarten. Zusätzlich sollte möglichst bald ein
Frühpensionsmonitoring begonnen werden. Sobald wir wissen, in welcher
Branche, bei welcher Ausbildung, in welcher Region etc. sich
Frühpensionen am stärksten häufen, können wir nämlich punktgenau noch
besser gegensteuern", fordert Khol eine Umsetzung der ersten Schritte
schon 2012 ein.

Kritik übt Khol abschließend an den gestrigen Reaktionen der
Oppositionsparteien: "FPÖ und BZÖ behaupten doch allen Ernstes, es
müsse die steuerliche Begünstigung für "Golden Handshakes" weiterhin
geben, weil dies häufig aus betrieblichen Gründen erforderlich sei.
Das ist bitte nichts anderes als eine offene Unterstützung von
Altersdiskriminierung! Warum sollen weiterhin ausgerechnet nur jene
Menschen, die kurz vor dem Pensionsantrittsalter stehen, im Falle von
betrieblichen Schwierigkeiten zum Handkuss kommen - und mit ihnen das
gesamte Pensionssystem? Da kann und darf man der Wirtschaft mehr
Kreativität zutrauen!"

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Susanne Kofler, 0650-581-78-82;
E-mail: [email protected]
www.seniorenbund.at

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