• 12.07.2011, 18:42:24
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Irans Außenminister Ali Akbar Salehi im Gespräch mit MandatarInnen Dialog und Vertrauensbildung sollen fortgesetzt werden

Wien (PK) - Der Außenminister der Islamischen Republik Ali Akbar
Salehi traf heute im Rahmen seines Wien-Besuchs im Hohen Haus zu
einem Gedankenaustausch mit Abgeordneten und Bundesräten
zusammen. Abgeordnete Ursula Plassnik (V) begrüßte den Gast und
gab ihrer Freude über den ersten Besuch eines iranischen
Außenministers im österreichischen Parlament Ausdruck.

Im Mittelpunkt des einstündigen Gedankenaustauschs standen die
österreichisch-iranischen Beziehungen, die politische,
gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung im Iran sowie
Menschenrechtsfragen, wobei sich Ursula Plassnik insbesondere
auch nach der Situation der Frauen im Iran erkundigte.

Außenminister Ali Akbar Salehi unterstrich die langjährigen und
historisch-kulturell tief verwurzelten Beziehungen zwischen den
beiden Ländern und betonte das Interesse seines Landes, diese
noch enger zu gestalten und weiterzuentwickeln. Salehi warb um
Verständnis für die iranische Politik, die seit der Revolution
auf den Grundsätzen der Unabhängigkeit, der Freiheit und des
Respekts vor der Religion der Menschen basiere. Bei dem von
Ursula Plassnik sowie den Abgeordneten Johannes Hübner (F) und
Herbert Scheibner (B) angesprochenen Thema Menschenrechte führte
Salehi aus, der Iran unternehmen alles, um die Situation zu
verbessern und habe auch internationale Inspektoren eingeladen,
damit diese sich davon überzeugen können. Das politische System
seines Landes und die Politik der iranischen Regierung beruhe auf
Wahlen und sei von Mehrheitsentscheidungen, also vom Willen des
Volkes getragen, fügte Außenminister Ali Akbar Salehi hinzu.

Im Verhältnis zur Europäischen Union und bei der Lösung der
Atomfrage setze er, Salehi, auf die Kraft des Dialogs sowie auf
die Arbeit von Experten beider Seiten. Übereinstimmung mit seinen
Gesprächspartnern erzielte Salehi in der Auffassung, dass es
darum gehen müsse, die Politik des Dialogs und der
Vertrauensbildung fortzusetzen. Ganz in diesem Sinne lud der
iranische Außenminister die österreichischen Mandatare dazu ein,
den Iran zu besuchen, dort mit den Mitgliedern des iranischen
Parlaments zu sprechen und sich in den Städten und Dörfern des
Landes von der positiven politischen, gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Entwicklung seines Landes zu überzeugen.

Auf österreichischer Seite nahmen an dem Gespräch auch die
Abgeordneten Renate Csörgits (S) und Günter Kößl (V) sowie
Bundesrat Christoph Kainz (V) teil. (Schluss)

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