- 12.07.2011, 11:09:00
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LH Dörfler: Auch Kinder brauchen Auszeit vom Kindergarten- und Schulalltag
Basiskinderbetreuungsangebot ist in Kärnten über den Sommer auf alle Fälle ausreichend gewährleistet
Klagenfurt (OTS/LPD) - Für Familienreferent Landeshauptmann
Gerhard Dörfler zielt die von Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek losgetretene Diskussion um die Schließtage von
Kinderbetreuungseinrichtungen vollkommen an den Bedürfnissen der
Kinder vorbei. "Für Kinder ist der Kindergarten auch als so etwas wie
die erste Arbeit bzw. Bildungsarbeit zu verstehen. Daher benötigen
Kinder ebenfalls ausreichend Ferienzeit. Es versteht niemand, dass
Pädagogen neben Oster-, Weihnachts- und Energieferien auch im Sommer
zwei Monate Ferien beanspruchen, während Ministerin Heinisch-Hosek
den Kindern quasi Ganzjahres Besuchs- und Arbeitszeiten zumuten
will", so Dörfler. Für manche Politiker scheine eine
Familienbeziehung überhaupt nicht mehr gewünscht zu sein, was Dörfler
entschieden ablehnt.
"Die Wirtschafts- und die Arbeitswelt hat eine Verpflichtung,
Familien und Müttern mit Kindern unter zehn Jahren,
familienfreundliche Arbeitsplätze anzubieten. Nicht das Kleinkind hat
sich der Arbeitswelt unterzuordnen, sondern die Arbeitswelt besonders
den alleinerziehenden Müttern und Familien mit kleinen Kindern", so
Dörfler, der sich als Vertreter der Familie-Kind-Beziehung sieht und
es überhaupt nicht einsieht, dass manche Politikerinnen scheinbar
wohl vergessen haben, dass die Wirtschafts- und Arbeitswelt der
Kleinkindfamilie besondere Rahmenbedingungen zu bieten hat. "Die
Arbeitswelt für Mütter von Kindern unter zehn Jahren hat
familien-mütter-kinderfreundlich zu sein", fordert Dörfler.
Um für die Sommermonate dennoch, besonders für Familien mit
berufstätigen Müttern ausreichendes Kinderbetreuungsangebot zu
schaffen, haben die Kärntner Gemeinden und Kindergartenbetreiber
jedenfalls für genügend kreative Sommerbetreuung gesorgt, die in
vielen Fällen über das klassische Betreuungsangebot hinausgeht. "Mit
kreativem Kinderangebot, das weit mehr als der klassischen
Kinderbetreuung entspricht, können Kinder die Ferienzeit verbringen.
Von Lerncamps ganz abgesehen, gibt es zahlreiche, Sport- und
Bewegungsangebote, bis hin zu Kreativwerkstätten, in denen Kinder
ausspannen und abschalten sowie neue Freundschaften schließen
können", so Dörfler. Sowohl im ländlichen Raum als auch in größeren
Städten werde damit den Wünschen und Bedürfnissen der Eltern
entsprochen. "Wir dürfen die Kleinsten der Gesellschaft nicht zwölf
Monate über in die vorschulische Lern- und Arbeitswelt stecken,
sondern müssen auch ihnen die Distanz zum Alltag ermöglichen", stellt
Dörfler klar.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
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