• 11.07.2011, 14:11:18
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Regionalitäts-Trend hält verstärkt Einzug in die Gastronomie

Erfolgreiche Marken "Alpenvorlandrind" und "Tullnerfelderschwein"

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2048
Im Bild v.l.n.r.: Dr. Rudolf Stückler (AMA), Mag. Robert Kogler (AGM), Dr. Stefan Milletich (AGM), Ing. Johann Nolz (EZG Gut Streitdorf), DI Werner Habermann (EZG Gut Streitdorf)

Wien (OTS) - 51% des Fleischverzehrs finden in Österreich außer
Haus statt. Um den Bedarf abzudecken, müssen jährlich 100.000
Lebendrinder eingeführt und hier geschlachtet werden. Und auch im
Schweinefleischbereich halten deutsche Importe (unsere Nachbarn haben
einen Selbstversorgungsgrad von 120%) einen recht hohen Anteil. Seit
die Konsumenten aber auch in den Restaurants immer öfter den Wunsch
nach Fleisch aus der Region deponieren, wird die Gastronomie zu einem
wichtigen Partner bei der Forcierung des Bewusstseins für
Regionalität. Kooperationen mit regionalen Erzeugerorganisationen und
dem Fachhandel entwickeln sich zunehmend zu einer Erfolgsgeschichte,
wie heute bei einem Pressegespräch an den Beispielen
"Alpenvorlandrind" und "Tullnerfelderschwein" aufgezeigt wurde.

Diese beiden Marken wurden vom niederösterreichischen Gut
Streitdorf für die regionale Gastronomie gelauncht - mit dem
Großhandelsunternehmen AGM als starkem Vertriebspartner. Die
Einhaltung der hohen Qualitäts- und Herkunftskriterien wird von der
AMA Marketing abgesichert. "Wir konnten alleine im vergangenen Jahr
insgesamt etwa 1.500 Rinder und 10.500 Schweine absetzen - ein Erfolg
für die niederösterreichische, klein strukturierte Landwirtschaft",
so Werner Habermann von der EZG. Beim Alpenvorlandrind konnte so der
Marktanteil in der Gastronomie seit dem Jahr 2009 auf 10% verdoppelt
werden. Bis 2013 sollen es schließlich 30% sein, so das ehrgeizige
Ziel. Für die teilnehmenden Rinderhalter bedeutet die Vermarktung
über diese Schiene einen um 20% höheren Erzeugerpreis.

AMA-Gütesiegel bringt Qualität und Sicherheit

Hinter diesen Marken der Erzeugergemeinschaft steht die
Philosophie von Sicherheit, Qualität und Kontrolle. "Die
Konsument/-innen wollen auf die Auslobungen und Zeichen bedingungslos
vertrauen können. Die AMA Marketing hat darauf reagiert und die
Herkunftssysteme 'sus' für Schweine- und 'bos' für Rindfleisch
entwickelt", so Rudolf Stückler, AMA Marketing-Manager für Fleisch
und Fleischwaren.

Beim Alpenvorlandrind kommen die Kalbinnen aus den rund 200
teilnehmenden Mutterkuhbetrieben vom Marchfeld bis zum Tullnerfeld.
Die Konsumenten dürfen sich auf beste Fleisch-Qualität verlassen, das
kräftig rot in der Farbe, gleichmäßig marmoriert, besonders zart,
feinfasrig und saftig im Geschmack ist. Werden spezielle Bedingungen
bei Reifung und Lagerung eingehalten, kann für das Fleisch sogar eine
"Zartheitsgarantie" abgegeben werden. Das "bos"-Programm hat bereits
einen Marktanteil von mehr als 90% erreicht. Es wird von rund 2.000
österreichischen Schlacht- und Zerlegebetrieben geführt. Neben diesem
freiwilligen Herkunftsabsicherungsprogramm ist das Alpenvorlandrind
auch mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet. "Das bedeutet,
Qualitätsanforderungen, die über dem gesetzlichen Standard liegen,
Ursprung und Herkunft des Tieres zu 100% aus Österreich sowie strenge
und unabhängige Kontrollen", informierte Stückler.

Geboren, gemästet und geschlachtet in Österreich

Auch beim "Tullnerfelderschwein" wird die Herkunft Österreich
ausgelobt, da bei diesem regionalen Programm die Ferkel hierzulande
geboren, gemästet und geschlachtet werden. Konkret von rund 300
Zuchtbetrieben in Niederösterreich. "Die Bauern produzieren für die
regionalitätsaffinen Wirte und Gäste, die 'ihre Bauern kennen
möchten'. Dieses Vertrauensverhältnis ist die Basis für starke
Regionalmarken", erläuterte Johann Nolz von der Schweinebörse. Das
klare, nachvollziehbare, freiwillige Schweinekennzeichnungssystem
"sus" sichert die Herkunft und Qualität vom "Tullnerfelderschwein"
durch Angaben zu Geburt, Mast, Schlachtung und Qualität. Die
Rückverfolgbarkeit wird durch die weitere Etikettierung bei der Grob-
und Feinzerlegung garantiert und von der AMA kontrolliert. Die hohe
Fleischqualität wird zudem durch die Einhaltung genauer Gewichts- und
pH-Wert-Grenzen abgesichert. Spätestens Mitte des kommenden Jahres
soll auch das "Tullnerfelderschwein" schließlich das AMA-Gütesiegel
erhalten.

Erklärtes Ziel der EZG ist es, mit dem "Tullnerfelderschwein" die
deutsche Importquote zu verringern, auch wenn die heimischen
Landwirte aufgrund ihrer Betriebsgröße und den deutlich höheren
Lohnkosten in der Verarbeitung Wettbewerbsnachteile erleiden und mit
dem internationalen Preisniveau nicht mithalten können. Die
durchschnittliche Bestandesgröße in Österreich liegt bei 70
Schweinen, in Dänemark sind es 1.500 und in Irland 2.000. Im
Rindersektor hält ein heimischer Züchter im Schnitt 23 Rinder, in
Deutschland rund 69 und in Brasilien zirka 2.000.

"Österreich hat Vorrang" beim Vertriebspartner AGM

Der Frische-Spezialist AGM, mit 21 Standorten räumlich stark in
den Regionen vertreten, steht voll hinter dem Konzept der
Erzeugergemeinschaft: "Denn Österreich ist eine der strategischen
Säulen in unserer Sortimentsphilosophie. Wir bilden die Vielfalt der
Regionen in unseren Regalen ab", erklärte Geschäftsführer Robert
Kogler. "Insgesamt haben wir bereits 160 Artikel der Genussregionen
in unserem Sortiment. Fleisch ist dabei eine besonders wichtige und
emotionale Warengruppe, deshalb freuen wir uns, dass das
Alpenvorlandrind und Tullnerfelderschwein einen so guten Absatz
finden." Mehr als 500 t davon sind allein in den vergangenen zwölf
Monaten bei AGM über den Ladentisch gegangen. Zielgruppe sind laut
Kogler "alle gastronomischen Schienen - vom Gasthof um's Eck bis zum
Sternehotel". Eine Preisdifferenz gebe es bei Schweinefleisch nicht,
das Fleisch vom Alpenvorlandrind sei hingegen um EUR 1,- aufwärts
teurer - je nach Teilstück. Insgesamt sind etwa 90% des Schweine-,
Rind- und Kalbfleisches bei AGM aus Österreich - ein
überdurchschnittlicher Prozentsatz im Gastronomiegroßhandel.

Über die Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf

Das Gut Streitdorf ist federführend in der Organisation der
Landwirte für Qualitätsprogramme. Aber auch in Fragen der Vermarktung
und der Marketingkonzepte, insbesondere auch für die Gastronomie,
zeigt sich die EZG verantwortlich. Die Absicherung der
landwirtschaftlichen Produktion in Niederösterreich ist einer der
wichtigsten Gründe für das Engagement der Erzeugergemeinschaft im
Gastrobereich.

Über AMA Marketing

Die AMA Marketing ist in Österreich für das gesamte Agrarmarketing
und die Entwicklung von Qualitätsprogrammen im Lebensmittelbereich
zuständig. Die Flaggschiffe sind das AMA-Gütesiegel und das
AMA-Bio-Zeichen.

Über AGM: Nähe, Frische und Kompetenz

AGM ist mit 21 Märkten und etwa 900 Mitarbeitern der größte
C&C-Anbieter Österreichs mit Vollsortiment. Der Frische-Spezialist
ist flächendeckend in allen Bundesländern vertreten.
(Schluss) wol

Rückfragehinweis:

Mag. Hermine Hackl, Unternehmenskommunikation AMA Marketing
   Tel.: 01/ 33 151-404, E-Mail: [email protected]
   
   DI Werner Habermann, EZG Gut Streitdorf
   Tel. : 0664/2321577, E-Mail: [email protected]
   
   Mag. (FH) Karin Nakhai, Pressesprecherin und Leiterin Media Relations REWE International AG
   Tel.: 02236 600-5261, E-Mail: [email protected]

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