Neues Volksblatt - "Kropf" von Werner ROHRHOFER

Ausgabe 11. Juli 2011

Linz (OTS) - Die Sache mit dem Antrag von Maria Rauch-Kallat zur Änderung der Bundeshymne - Erweiterung um die "großen Töchter" - wird rasch wieder aus den Schlagzeilen und damit aus der öffentlichen Diskussion verschwunden sein.
Das ist gut so.
Denn die ganze Angelegenheit haben wir so notwendig wie einen Kropf gebraucht. Aus mehreren Gründen. Da ist einmal der von Rauch-Kallat eingeschlagene Weg des Überraschungs-Antrags. Als erfahrene Politikerin musste Rauch-Kallat wissen, dass es so nicht geht und man nicht die eigene Fraktion "überraschen" kann. Und da ist auf der anderen Seite die Reaktion der VP-Fraktion, die man auch nicht als Sternstunde des Parlamentarismus einstufen kann. Also, was sollte das Ganze? Wollte man den Medien gleich zu Beginn der Ferien Stoff zum Stopfen des publizistischen Sommerlochs bieten? Das ist doch nicht anzunehmen, denn dazu ist die Frage der Gleichstellung der Frau zu wichtig und der Parlamentarismus zu ernst. Bleibt als Trost nur - wie eingangs erwähnt - das kurze Ablaufdatum der gesamten Aktion. Und die Hoffnung, dass im Herbst ernsthaft und sachlich nochmals über die Frage beraten werden kann, ob die "Töchter" in die Bundeshymne sollen oder nicht.

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