Nationalrat - Heinzl: Rettungsgasse hilft Menschenleben zu retten

Haberzettl: Positive Erfahrungen aus den Nachbarländern - Lohfeyer: Mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Verkehrssprecher Anton Heinzl zeigte sich am Mittwoch im Nationalrat "aufrichtig erfreut", dass die Einführung der Rettungsgasse beschlossen wird. "Die Rettungsgasse ist eine gute und wichtige Erneuerung und hilft, Menschenleben zu retten", sagte Heinzl und bedankte sich bei Verkehrsministerin Doris Bures für die rasche Umsetzung. Heinzl betonte, dass die Gesetzesänderung allein nicht genug sein könne, die Rettungsgasse müsse auch im Bewusstsein der Menschen verankert werden. Daher werde es im Herbst eine große Informationskampagne der ASFINAG geben. ****

"Wer schnell hilft, der hilft doppelt, das gilt ganz besonders in der Notfallmedizin", führte Heinzl aus. Pro Minute, mit der Rettungskräfte schneller vor Ort sind, steige die Überlebenschance der Schwerverletzten um rund 10 Prozent, erklärte der Abgeordnete. Leider habe die Praxis gezeigt, dass die Rettungskräfte oft nicht rechtzeitig zum Unfallort gelangen können, weil sie selbst im Stau stehen. Durch die Rettungsgasse können Rettungskräfte im Schnitt vier Minuten früher am Einsatzort sein. Das würden Erfahrungen aus Deutschland zeigen, berichtete Heinzl.

Auch SPÖ-Abgeordneter Wilhelm Haberzettl begrüßte die Einführung der Rettungsgasse, die bereits in Deutschland, der Schweiz, Tschechien und Slowenien erfolgreich angewandt wird. "Wir beschließen heute eine Lösung, die bereits dann ein Erfolg ist, wenn einem einzigen Menschen früher oder sogar lebensrettend geholfen werden kann", sagte Haberzettl. Er verwies auf die Verunsicherung, die derzeit noch der Umgang mit dem Pannenstreifen erzeuge. In diesem Fall habe der Verkehrsausschuss festgestellt, dass der Pannenstreifen im Ausnahmefall zum Ausweichen benutzt werden könne, erklärte Haberzettl.

Die SPÖ-Abgeordnete Rosa Lohfeyer erklärte, dass mit der Rettungsgasse eine langjährige Forderung der Blaulichtorganisationen umgesetzt werde. "Damit beschließen wir eine weitere Maßnahme für mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen", sagte Lohfeyer. Auf der Homepage der ASFINAG gebe es bereits jetzt umfassende Informationen, damit die Autofahrer vor Inkrafttreten der Regelung am 1.1.2012 über die neue Regelung informiert werden.

"Rettungsgasse" bedeutet, dass Autofahrerinnen und Autofahrer bei einem beginnenden Stau bei einem Unfall künftig zum linken oder zum rechten Fahrbahnrand ausweichen müssen. Dadurch bildet sich in der Mitte der Fahrbahn eine Rettungsgasse, durch die Einsatzkräfte zum Unfallort gelangen. (Schluss) pl/tt

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