Bundeskanzler Faymann zu Wirtschaftsrat: Gelungener Versuch, Dialog zwischen Politik und Wirtschaft stärker als bisher zu forcieren

In diesem Rahmen künftig drei- bis viermal pro Jahr, jeweils mit speziellen Schwerpunkten - nächster Wirtschaftsrat zu Arbeitsmarkt, Bildung, Qualifikation

Wien (OTS) - "Dieses erste Treffen des Wirtschaftsrates war ein gelungener Versuch, den Dialog zwischen der Politik, Vertretern der Wirtschaft, aus vielen Leitbetrieben, noch stärker als bisher zu forcieren", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute Nachmittag im Bundeskanzleramt.

Faymann betonte: "Es war eine Gelegenheit, mit Industrieunternehmern, Geschäftsführern und wirtschaftlich Verantwortlichen eingehend zu reden. Es war wichtig, jene zu dieser Gesprächrunde einzuladen, die in Österreich eine entscheidende Rolle bei den Themen Wirtschaftswachstum, Forschung und Entwicklung sowie Beschäftigung spielen."

Von Seiten der Wirtschaft sei mehrfach bestätigt worden, dass es der österreichischen Regierung in der Krise gut gelungen sei, für die Wirtschaft die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen und das Land gut durch die Krise zu führen. "Ich sehe das gleichzeitig auch als große Herausforderung für die Zukunft, um nach der Krise Wachstum, Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen für die Zukunft Österreichs zu suchen, wobei Themen wie Forschung, Innovation, das Staatsbudget, Exportchancen, Wachstumsfragen und vieles mehr im Mittelpunkt gestanden haben."
"Vor zehn oder 20 Jahren sind in Österreich die Grundlagen dafür gelegt worden, dass wir heute in vielen Bereichen - etwas bei Export und Innovation - so gut da stehen", sagte Faymann. "Wir müssen heute die Grundlage dafür legen, dass Österreich die hervorragenden Kenndaten, die es jetzt hat, auch in zehn bis 20 Jahren behält."

"Eine solche Entwicklung funktioniert nicht, indem man nichts tut, sondern indem man, wie beim heutigen Dialog, darüber redet, wie Schwachstellen beseitigt werden können, dass man gleichzeitig für Vorschläge offen ist und diese als Regierung konstruktiv in das bestehende Arbeitsprogramm einarbeitet."

Bundeskanzler Faymann nannte weiters aber auch Lehrlingsausbildung, Facharbeiterqualifizierung sowie den gesamten Bereich der technischen Berufe - alles Themen, die bei der heutigen Diskussion eine wesentliche Rolle gespielt hätten.

"Die Qualifikation am Arbeitsmarkt ist einer der ganz wesentlichen Punkte gewesen", sagte der Bundeskanzler. "Die Anforderung an uns Politiker hat klar gelautet, beim nächsten Wirtschaftsrat Bildung und Ausbildung als einzigen Tagesordnungspunkt festzulegen." Man werde also einen entsprechenden Schwerpunkt setzen und dazu weiter in die Tiefe gehen.

Am heutigen Wirtschaftsrat nahmen von Regierungsseite neben Bundeskanzler Faymann Vizekanzler Michael Spindelegger, Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Infrastrukturministerin Doris Bures, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Finanzministerin Maria Fekter und Staatssekretär Josef Ostermayer teil.
Als Vertreter der Wirtschaft waren die Vorsitzende der Infineon Technologies Austria, Monika Kircher-Kohl, die Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke Holding, Gabriele Payr, OMV-Chef Gerhard Roiss, Magna-Europa-Chef Günther Apfalter, Voestalpine-Chef Wolfgang Eder, VIG-Generaldirektor Günter Geyer, Porr-Vorstandschef Karl-Heinz Strauss, Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber, ÖBB-Chef Christian Kern und der geschäftsführende Gesellschafter von Rauch Fruchtsäfte Kommerzialrat Franz Rauch teil. Mitdiskutiert haben weiters der neue ÖIAG-Alleinvorstand Markus Beyrer, FMA-Vorstand Helmut Ettl und Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny.
"Ein reger Dialog mit der Wirtschaft ist aus meiner Sicht notwendig", sagte der Bundeskanzler. "Wir werden deshalb künftig drei bis vier Mal pro Jahr zu solchen Gespräche einladen."

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