• 04.07.2011, 16:23:57
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Bundeskanzler Faymann zu Wirtschaftsrat: Gelungener Versuch, Dialog zwischen Politik und Wirtschaft stärker als bisher zu forcieren

In diesem Rahmen künftig drei- bis viermal pro Jahr, jeweils mit speziellen Schwerpunkten - nächster Wirtschaftsrat zu Arbeitsmarkt, Bildung, Qualifikation

Wien (OTS) - "Dieses erste Treffen des Wirtschaftsrates war ein
gelungener Versuch, den Dialog zwischen der Politik, Vertretern der
Wirtschaft, aus vielen Leitbetrieben, noch stärker als bisher zu
forcieren", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute Nachmittag im
Bundeskanzleramt.

Faymann betonte: "Es war eine Gelegenheit, mit Industrieunternehmern,
Geschäftsführern und wirtschaftlich Verantwortlichen eingehend zu
reden. Es war wichtig, jene zu dieser Gesprächrunde einzuladen, die
in Österreich eine entscheidende Rolle bei den Themen
Wirtschaftswachstum, Forschung und Entwicklung sowie Beschäftigung
spielen."

Von Seiten der Wirtschaft sei mehrfach bestätigt worden, dass es der
österreichischen Regierung in der Krise gut gelungen sei, für die
Wirtschaft die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen und das Land gut
durch die Krise zu führen. "Ich sehe das gleichzeitig auch als große
Herausforderung für die Zukunft, um nach der Krise Wachstum,
Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen für die Zukunft Österreichs zu
suchen, wobei Themen wie Forschung, Innovation, das Staatsbudget,
Exportchancen, Wachstumsfragen und vieles mehr im Mittelpunkt
gestanden haben."
"Vor zehn oder 20 Jahren sind in Österreich die Grundlagen dafür
gelegt worden, dass wir heute in vielen Bereichen - etwas bei Export
und Innovation - so gut da stehen", sagte Faymann. "Wir müssen heute
die Grundlage dafür legen, dass Österreich die hervorragenden
Kenndaten, die es jetzt hat, auch in zehn bis 20 Jahren behält."

"Eine solche Entwicklung funktioniert nicht, indem man nichts tut,
sondern indem man, wie beim heutigen Dialog, darüber redet, wie
Schwachstellen beseitigt werden können, dass man gleichzeitig für
Vorschläge offen ist und diese als Regierung konstruktiv in das
bestehende Arbeitsprogramm einarbeitet."

Bundeskanzler Faymann nannte weiters aber auch Lehrlingsausbildung,
Facharbeiterqualifizierung sowie den gesamten Bereich der technischen
Berufe - alles Themen, die bei der heutigen Diskussion eine
wesentliche Rolle gespielt hätten.

"Die Qualifikation am Arbeitsmarkt ist einer der ganz wesentlichen
Punkte gewesen", sagte der Bundeskanzler. "Die Anforderung an uns
Politiker hat klar gelautet, beim nächsten Wirtschaftsrat Bildung und
Ausbildung als einzigen Tagesordnungspunkt festzulegen." Man werde
also einen entsprechenden Schwerpunkt setzen und dazu weiter in die
Tiefe gehen.

Am heutigen Wirtschaftsrat nahmen von Regierungsseite neben
Bundeskanzler Faymann Vizekanzler Michael Spindelegger,
Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Infrastrukturministerin Doris
Bures, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Finanzministerin
Maria Fekter und Staatssekretär Josef Ostermayer teil.
Als Vertreter der Wirtschaft waren die Vorsitzende der Infineon
Technologies Austria, Monika Kircher-Kohl, die Generaldirektorin der
Wiener Stadtwerke Holding, Gabriele Payr, OMV-Chef Gerhard Roiss,
Magna-Europa-Chef Günther Apfalter, Voestalpine-Chef Wolfgang Eder,
VIG-Generaldirektor Günter Geyer, Porr-Vorstandschef Karl-Heinz
Strauss, Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber, ÖBB-Chef
Christian Kern und der geschäftsführende Gesellschafter von Rauch
Fruchtsäfte Kommerzialrat Franz Rauch teil. Mitdiskutiert haben
weiters der neue ÖIAG-Alleinvorstand Markus Beyrer, FMA-Vorstand
Helmut Ettl und Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny.
"Ein reger Dialog mit der Wirtschaft ist aus meiner Sicht notwendig",
sagte der Bundeskanzler. "Wir werden deshalb künftig drei bis vier
Mal pro Jahr zu solchen Gespräche einladen."

Rückfragehinweis:
Mag. Leo Szemeliker
Pressesprecher des Bundeskanzlers
Tel.: (01) 531 15 - 2090, 0664/282 25 00

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