• 04.07.2011, 11:01:04
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Q-Fieber in Kärnten ausgebrochen - Schafbestand massiv gefährdet!

Übertragung auch auf den Menschen möglich - Ministerium untätig

Wien (OTS) - "Auf einem Kärntner Bauernhof ist das gefährliche
Q-Fieber ausgebrochen", gab heute der freiheitliche Agrarsprecher
NAbg. Herbert Jannach bekannt, der dies auch bei den zuständigen
Behörden angezeigt hat. Unverständlicher weise habe jedoch keine
Behörde auf diese tödliche Tierseuche reagiert, die auch auf den
Menschen übertragbar sei, kritisierte Jannach den fahrlässigen Umgang
mit der Sicherheit der Bevölkerung.

Die Infektion des Schafbestandes, des betroffenen Betriebes, mit
Q-Fieber sei amtlich, so Jannach. Im vorliegenden Fall habe das
Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen Mödling, Blutproben
von 37 Schafen aus dem betroffenen Betrieb gezogen und dabei in 10
Fällen das Bakterium Coxiella brunetii, den Auslöser des Q-Fiebers,
festgestellt, gab Jannach bekannt.

"Coxiella brunetii ist auf Tiere und Menschen übertragbar und schwer
bis gar nicht medizinisch behandelbar. Dadurch ergibt sich nicht nur
eine akute Gefährdung des Schafbestandes des betroffenen Betriebes
sondern auch anderer umliegender landwirtschaftlicher Betriebe mit
Tierhaltung", warnte Jannach. Besonders gefährlich sei der Umstand,
dass die Infektionskrankheit auch auf Menschen übertragbar sei, die
raschest informiert werden müssten, betonte Jannach. Aus den
Niederlanden seien Fälle bekannt, wo Menschen sogar am Q-Fieber
gestorben seien.

Aus unerklärlichen Gründen sei das Q-Fieber in Österreich nicht
anzeige- und meldepflichtig. In anderen europäischen Ländern wie z.B.
Niederlande und Deutschland sei man sich der Gefahr dieser Erkrankung
sowohl für Tier und als auch Mensch längst bewusst, während in
Österreich Untersuchungen zum indirekten bzw. direkten
Erregernachweis nur auf Wunsch des Einsenders durchgeführt würden,
zeigte Jannach die unbefriedigende österreichische Situation auf.

"Man fragt sich, ob erst ein nachweislicher Fall einer
Gesundheitsschädigung an Menschen (wie in den Niederlanden) eintreten
muss, damit in Österreich etwas geschieht. Es kann nicht sein, dass
eine solche - nachweislich auf den Menschen übertragbare und
gefährliche Krankheit von den Behörden möglicherweise nicht in
ausreichendem Maße bekämpft wird. Ich nehme diese Infektion nicht auf
die leichte Schulter und halte das Argument, dass man nicht mehr
gegen diese auf Menschen übertragbare Infektionskrankheit unternehmen
können, weil diese Seuche nicht im österreichischen Tierseuchengesetz
ausdrücklich angeführt wird, für fahrlässig und untragbar", sagte
Jannach.

"Der Sicherung der Gesundheit der Bevölkerung ist oberste Priorität
einzuräumen. Der derzeitige Zustand erscheint mir nicht nur
verantwortungslos gegenüber der Bevölkerung, gegenüber anderen
Tierhaltern, sondern auch gegenüber des betroffenen Betriebes", so
Jannach.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
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