• 04.07.2011, 08:53:41
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Umweltdachverband zur EU-Donauraumstrategie: Österreich schlägt falsche Richtung ein!

- Österreich sollte endlich seine Stärken - Natur, Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit - in die Donauraumstrategie einbringen

Wien (OTS) - - Chancen für nachhaltigen Tourismus an der
Lebensader Donau nutzen
- Maßnahmen zur Sicherung der Schutzgebiete und des Grund- und
Trinkwassers setzen

"Ende Juni 2011 wurde die Donauraumstrategie von den europäischen
Staats- und Regierungschefs beschlossen. Heute findet eine
Veranstaltung des Außenministeriums statt, die Österreichs Chancen im
Rahmen dieser Strategie aufzeigen soll. Dabei steht eines fest:
Österreich ist drauf und dran, seine Perspektiven vom Start weg zu
verspielen, da es auf die falschen Pferde setzt", erklärt Gerhard
Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.

Donau zum Rhein machen zu wollen, ist absurd!
"Manche ahnungslosen heimischen Spitzenpolitiker wollen die Donau zum
Rhein machen, was völlig absurd ist! Die Donau wird auch künftig in
der Frachtschifffahrt eine geringe Rolle spielen, da sie lediglich
auf billige Schüttguttransporte beschränkt ist, die auch von der Bahn
transportiert werden könnten. Außerdem endet die
Donau-Frachtschifffahrt in Österreich bei Enns/Linz, weil der
Rhein-Main-Donaukanal eine wirtschaftliche Totgeburt ist. Dennoch
wollen einzelne Wirtschaftslobbyisten und Schotterbarone diese
Strategie für ihr monströses Frachtschifffahrts-Ausbauprogramm
instrumentalisieren und die Donau auf Kosten der SteuerzahlerInnen zu
einem Schifffahrtskanal degradieren. Ungarn lehnt z.B. sowohl eine
energetische Nutzung, als auch einen weiteren Ausbau der Donau für
die Frachtschifffahrt ab. Statt in der Donauregion auf Initiativen
für Natur- und Umweltschutz zu setzen, Grund- und Trinkwasserreserven
zu sichern, den ökologischen Zustand des Flusses zu verbessern, die
Verschmutzung zu verringern und den nachhaltigen Tourismus
auszubauen, wird allein die Bau- und Baggerlobby bedient", sagt
Heilingbrunner.

Fremdenverkehr an der Donau: Radwegenetz ausbauen und
Fahrradtourismus stärker forcieren
Die Donau ist als lebendiger Naturstrom die Lebensader für einen
nachhaltigen Fremdenverkehr im gesamten Donauraum, mit
Sehenswürdigkeiten, wie Melk, Göttweig, der Wachau, Schloss Hof, dem
Nationalpark Donau-Auen u.v.m. "In diesem wichtigen
volkswirtschaftlichen Segment kann Österreich im Rahmen der Strategie
punkten - hier muss die Bundesregierung Akzente setzen. Statt eine
ungenützte Wasserstraße auf Kosten der SteuerzahlerInnen und der
Natur betonieren zu wollen, sollte das Radwegenetz in der
Donauraumregion neu und effizienter ausgestaltet werden", erklärt
Heilingbrunner.

Schutzgebiete erhalten und Grund- und Trinkwasser nachhaltig
schützen
Der 300 km lange Donauabschnitt von Passau bis Bratislava ist zu mehr
als 60 % geschütztes Gebiet: Nationalpark, Natura 2000-Gebiete,
Welterbe-Schutzgebiet, Ramsar Feuchtgebiete, etc. Der Schutz dieser
Ökosysteme und die Förderung ihrer Vernetzung muss oberste Priorität
haben, dann kann sich auch ein naturnaher Tourismus in der Region
langfristig festigen. "Diesbezüglich sind von der Bundesregierung
konkrete Initiativen gefordert. Außerdem ist die Donau in Österreich
das größte Trinkwasserreservoir. Auch hier fordern wir konkrete
Maßnahmen, um das Grund- und Trinkwasser nachhaltig zu schützen. Wir
erwarten uns von der Bundesregierung, dass jetzt endlich die
Donauthemen, die in Österreich Zukunft haben, aufgegriffen werden und
auch die interessierte Öffentlichkeit und die NGOs miteinbezogen und
gehört werden", so Heilingbrunner abschließend.

Rückfragehinweis:

Umweltdachverband
   Dr.in Sylvia Steinbauer
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: (++43-1)40113/21
   mailto:[email protected]
   http://www.umweltdachverband.at

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