• 01.07.2011, 13:30:31
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Der AK-Kunstpreis 2011 geht an Eva Daxl

Linz (OTS) - Eva Daxl, M.A. (Master of Arts), erhielt heuer den
mit 1500 Euro dotierten Kunstpreis der oberösterreichischen
Arbeiterkammer. AK-Vizepräsident Reinhold Entholzer überreichte den
Preis heute im Rahmen einer Feier im Audimax der Kunstuniversität
Linz.

Der AK-Kunst-Preis wird seit dem Jahr 2000 einmal jährlich
verliehen und soll Studierende der Linzer Kunstuniversität anregen,
sich im Rahmen ihrer Diplomarbeiten künstlerisch mit gegenwärtigen
und künftigen Arbeitswelten auseinander zu setzen.

Eva Daxl erhielt den Kunstpreis für ihre Masterarbeit "Non sine
labore" (Nicht ohne Mühen). Darin stellt sie ihre eigene
Lebenssituation, die Unsicherheit vor der Zukunft und den Übergang
ins Arbeitsleben in den Mittelpunkt.

Ihre ausgezeichnete Masterarbeit besteht aus drei Teilen, die
Zukunftsperspektiven, Arbeit und Wirtschaftskrise thematisieren. "In
allen drei Teilen zeigt Eva Daxl, wie differenziert - auch was die
formale Umsetzung betrifft - die künstlerische Auseinandersetzung mit
dem Thema Arbeit sein kann", sagte AK-Vizepräsident Reinhold
Entholzer in seiner Laudatio für die Preisträgerin.

Die drei Arbeiten sind einzeln betrachtbar und bilden trotzdem ein
harmonisches Ganzes. Verbindendes Element ist neben dem Thema das
Stilmittel "Schrift". Diese verwendet Daxl in allen Arbeiten mit dem
Ziel, möglichst klar und eindeutig verstanden zu werden.

Besonders eindrücklich ist die Bodenskulptur, in der Daxl über
eine große Fläche verteilt helle Keramikbuchstaben zu positiv
besetzten Begriffen aus dem Arbeitsleben wie "Erfüllung", Chance"
oder "Erfolg" formt. Bringt man diese Begriffe beim Begehen in
Unordnung - tritt sie sozusagen mit Füßen - kommen darunter in
schwarzer Schrift negative Begriffe, wie z.B. "Hartz IV" zum
Vorschein. Hehre Hoffnungen, aber eben auch zerstörte
Wunschvorstellung und ein düsteres Zukunftsbild werden so sinnlich
erfahrbar.

In ihrer filmischen Arbeit gibt Daxl persönlichen Ängsten Raum.
Worte, die mit dem Thema Arbeitslosigkeit assoziiert werden, tauchen
auf, überlagern sich und demonstrieren ebenfalls, wie rasch sich
Hoffnungen ins Negative verkehren können.

Im dritten, grafischen Teil der Arbeit, nimmt die Künstlerin Marx'
Aussage "Die Religion ist das Opium des Volkes" zum Anlass, die
Aussagen von Managern und Politikern mit Tapetenkleister und Mohn in
einer anderen Art von Siebdrucktechnik abzubilden. Manipulative,
einlullende und zum Ruhigstellen eingesetzte Versprechungen werden so
als solche entlarvt.

"Meine Absicht war es, eine sehr persönliche Arbeit zu erstellen,
die mit ihren eindringlichen Aspekten speziell auf meine Situation
und auch auf die von vielen weiteren (Kunst)-Absolventen eingeht,
Stellung bezieht und Kritik übt, aber gleichermaßen auf jeden anderen
arbeitenden (arbeitssuchenden) Menschen zugeschnitten sein kann",
schreibt die Künstlerin über ihre Arbeit.

Ein druckfähiges Foto von der Preisübergabe finden Sie ab 14 Uhr
zum Download auf der AK-Homepage unter www.arbeiterkammer.com

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Walter Sturm
Tel.: (0732) 6906-2192
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com

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