• 01.07.2011, 11:48:02
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Greenpeace und GLOBAL 2000: Zwischenerfolg für österreichische Anti-Atompolitik

Einigung auf Stromherkunftsnachweise setzt wichtigen ersten Schritt

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000 und
Greenpeace begrüßen die heutige Einigung beim Anti-Atomstrom-Gipfel
im Bundeskanzleramt. Vertreter der Bundesregierung unter der Leitung
von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger, der
Umweltorganisationen und der Energiewirtschaft, vertreten durch
VEÖ-Chef Peter Layr sowie Wolfgang Anzengruber, haben dort gemeinsam
den Weg geebnet, den österreichischen Import von Atomstrom
zurückzudrängen. "Österreich gewinnt mit der Entscheidung, keinen
undeklarierten Strom mehr zu importieren, ein Stück seiner
Glaubwürdigkeit im Kampf gegen die Atomkraft zurück. Während wir auf
europäischer Ebene gegen Atomkraftwerke argumentieren, hat Österreich
jahrelang selbst Atomstrom in der Größenordnung eines Atomkraftwerks
importiert. Doch damit soll zukünftig Schluss sein", zeigen sich
GLOBAL 2000-Geschäftsführer Klaus Kastenhofer und
Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit über die erste Einigung und
die Fortsetzung der Gespräche im Herbst erfreut.

"Ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung ist der erzielte
Konsens darüber, dass kein undeklarierter Strom mehr nach Österreich
importiert werden darf", so die Geschäftsführer der
Umweltorganisationen. Der gesamte Stromimport wird in Zukunft über
Herkunftsnachweise belegt werden. Diese Regelung betrifft sowohl
jenen Strom, der an der Börse gehandelt wird, als auch bilaterale
Verträge zwischen österreichischen und ausländischen
Energiekonzernen. Das allein stellt auf Umwegen bereits sicher, dass
kein Atomstrom nach Österreich kommen kann. Außerdem herrschte
Konsens darüber, dass es künftig auch erstmals NGOs ermöglicht werden
soll, die Umsetzung transparent und lückenlos zu überprüfen.

Ein zweiter Gipfel, der für Herbst dieses Jahres angesetzt wurde,
soll in Folge sicher stellen, dass in Zukunft jeglicher Import von
Atomstrom gesetzlich verboten wird. Über den Sommer werden
Arbeitsgruppen eingesetzt, die das zweite Gipfeltreffen inhaltlich
vorbereiten.

Rückfragehinweis:
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace, Tel.: +43-664-6126718
Simonne Baur, Pressesprecherin GLOBAL 2000, Tel.: +43-699-14200023

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