- 30.06.2011, 09:44:21
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Traurigster Ferienbeginn für Hernalser SchülerInnen
"Wir erkennen die Abstimmung nicht an und geben auf keinen Fall auf!"
Wien (OTS) - 30. Juni 2011 - 650 SchülerInnen und 70 LehrerInnen
wurden bei der umstrittenen Anrainerbefragung der Hernalser
Bezirksvorstehung ausgeschlossen. Obwohl sie nicht vom Ergebnis der
Befragung überrascht sind (1131 Anrainer pro Garage - 850 contra mit
33 % Beteiligung), fühlen sich doch alle unermüdlichen KämpferInnen
betrogen. "Wir können es immer noch nicht glauben! Man hat uns
einfach nicht gefragt und es wird einfach über unseren Schulhof
verfügt als wäre er eine Hernalser Dorfwiese. Ein Schulhof ist doch
ausschließlich für SchülerInnen zweckgewidmet!" klagt der enttäuschte
Schulsprecher Christof Mähner an. "Abgesehen davon ist die
Realisierung des Projekts nicht verfassungskonform, denn die Rechte
der Kinder und SchülerInnen hat man ja keineswegs vorrangig
behandelt! Wenn diese Rechte ignoriert werden, werden wir uns
rechtliche Schritte überlegen", so Rechtsanwalt Dr. Strobl,
Vorsitzender des Absolventenverbandes der Schule.
"Wir haben nach der extrem manipulativen Vorgangsweise der
Bezirksvorstehung nichts anderes erwartet. Wir erkennen die
Abstimmung nicht an und geben nicht auf!", erklärt Klaus Zambra,
Vorstandmitglied des Elternvereins und Sprecher der Bürgerinitiative
Rettet den Schulhof. Zuletzt hatte die Bürgerinitiative die als
undemokratisch empfundene Abstimmung voller Suggestivfragen und
Falschinformationen scharf kritisiert und war dabei von Rechtsanwalt
Dr. Strobl unterstützt worden. In einer eigenen Abstimmung haben die
SchülerInnen der Geblergasse nun ebenfalls abgestimmt. "Das Ergebnis
ist mit 481Contra- und 14 Pro-Stimmen unseren Erwartungen
entsprechend gut ausgefallen. Fairerweise müsste der Bezirk unser
Stimmenergebnis und 59 LehrerInnenstimmen dazu zählen! Das Ergebnis
würde ein CONTRA zur Garage bedeuten, nämlich insgesamt 1390
CONTRA-Stimmen zu 1145 PRO- Stimmen!" so Mähner.
"Wir nehmen nicht hin, dass der Schulhof zu einer Betonlandschaft
werden soll, weil man 252 Autostellplätze höher bewertet als die
Lernumgebung, Gesundheit und Sicherheit von 650 Kindern", sagt
Christof Mähner, Schulsprecher des GRG 17. Sie sind der Meinung, dass
die Bezirksvorstehung eine andere Lösung für das vermeintliche
Verkehrsproblem finden muss, das angesichts zahlreicher leerstehender
Garagenplätze dem Vernehmen nach gar nicht besteht. Zudem ist der
Garagenerrichter Friedrich Lind zuletzt auf wenig ruhmreiche Art in
die Schlagzeilen geraten. Medien bezeichneten Lind vergangenen
Sonntag als "Drahtzieher der schwer durchschaubaren R-Quadrat-Gruppe
mit viel Erfahrung im Abzocken von Anlegern". "Dennoch scheint man
dem Mann blind zu vertrauen, sonst würde man ihm wohl kaum ein
zinsenfreies Darlehen von 85 % der Baukosten geben", schüttelt Zambra
den Kopf.
"Die SchülerInnen sind gerade jetzt kurz vor den Ferien zwar
enttäuscht, aber dennoch wild entschlossen, ihren Schulhof, den sie
als Herz der Schule empfinden, bis zuletzt zu verteidigen.
Tiergestützter Unterricht mit unserem Huskymischling "Ebi",
Ganztagsschule und vieles mehr stehen auf dem Spiel. Wir werden uns
unsere Schule nicht ruinieren lassen und bis zuletzt
kämpfen.", so ein Lehrer.
Rückfragehinweis:
Klaus Zambra, Vorstandsmitglied Elternverein, Tel: 0664/60 259 111 22
Christof Mähner, Schulsprecher GRG 17, Tel: 0664/181 11 20
Melanie Zechmeister, Tel. 0650/ 911 20 56, Sprecherin der BI Rettet den Schulhof des GRG17
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