VGT: Tierfeindliche ÖVP-Agrarpolitik ist Schuld am Schweinebauern-Sterben

Schweine: Keine Tierschutzstandards - Anzahl der Halter nimmt dramatisch ab / Hühner/Eier: Höhere Tierschutzstandards - Anzahl der Halter nimmt deutlich zu

Wien (OTS) - Seit 2005 mussten 43% der österreichischen Schweinebauern zusperren (2005: 54.356; 2010: 30.805). Seit 1995 sind es gar 73%. Laut aktueller ORF Meldung aus der Steiermark hält dieser Trend aktuell ungebrochen an: Styriabrid-Chef Raimund Tschiggerl kündigt angesichts der aktuellen internationalen Schweinefleischpreise an, dass allein in diesem Jahr wieder 30% der österreichischen Schweinebetriebe dem internationalen wirtschaftlichen Druck nicht standhalten und schließen werden.

Im Gegensatz dazu hat die Anzahl der Legehennen-Betriebe im selben Zeitraum in Österreich um 17% zugenommen (2005: 1500; 2010: 1757). Wesentlicher Unterschied der beiden Branchen: Während Österreich im Bereich der Legehennen-Haltung entschieden hat, die Käfighaltung zu verbieten, also eigene Wege zu gehen und gegenüber den großen EU-Erzeugerländern durch höhere Tierschutzstandards Profil zu zeigen, wurde im Bereich der Schweine-Haltung auf Billigproduktion gesetzt. Der Versuch andere Länder durch möglichst niedrige Tierschutzstandards zu übertrumpfen, führte dazu, dass sich - wenn überhaupt - nur die großen Betriebe durchsetzen konnten, während die kleinen Bauern auf der Strecke blieben und bleiben.

"Klare Tierschutzstandards deutlich über EU-Niveau, wie ein Verbot des Kastenstands in der Schweine-Haltung, wären die einzige Chance für eine kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft. Das zeigt die Erfolgsstory des österreichischen Legebatterieverbots", führt Harald Balluch Geschäftsführer des Verein Gegen Tierfabriken (VGT) aus.

"Die ÖVP macht Politik im Interesse einiger weniger Agrarindustrieller, die Tiere und die kleinen Bauern bleiben dabei auf der Strecke. Die ÖVP agiert damit gegen die Interessen Österreichs und seiner Bevölkerung, die sich höhere Tierschutzstandards wünscht: 80% wollen ein Verbot des Kastenstands in der Schweinehaltung. Der ÖVP-Landwirtschaftsminister Berlakovich blockiert aber nach wie vor dieses Verbot."

Graphiken zur Entwicklung der schweinehaltenden Betriebe seit 1960 sowie der Anzahl der Schweine pro Betrieb finden Sie hier:
http://www.vgt.at/FaktenKastenstand

Rückfragen & Kontakt:

Harald Balluch, Tel.: 01-9291498, Email: harald.balluch@vgt.at
Verein Gegen Tierfabriken, Email: office@vgt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VGT0001