• 28.06.2011, 13:18:49
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  • OTS0227 OTW0227

Greenpeace-Kritik an Wissenschaftsminister Töchterle

Zustimmung zu EURATOM-Forschung widerspricht österreichischem Anti-Atom-Kurs

Brüssel/Luxemburg/Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace
übt heftige Kritik an der heutigen Zustimmung Österreichs zum
EURATOM-Forschungsrahmenprogramm durch Wissenschaftsminister
Karlheinz Töchterle.

Im österreichischen Ministerrat war kurz nach der Atomkatastrophe von
Fukushima noch beschlossen worden, sich für eine umfassende
Neuorientierung der europäischen Nuklearforschung im Rahmen des
derzeit zu verhandelnden Euratom-Forschungsprogramms 2012-2013
einzusetzen. Ebenso sollte im Rahmen des Euratom-Forschungsprogramms
auch das Potenzial einer nachhaltigen, kernenergiefreien
Energiewirtschaft erforscht werden.

"Die Zustimmung Österreichs zu weiteren Euratom-Forschungsgeldern
durch Minister Töchterle widerspricht nicht nur einem gültigen
Ministerratsbeschluss sondern auch dem Geist der österreichischen
Anti-Atompolitik. In den folgenden beiden Jahren sollen wieder mehr
als zwei Milliarden Euro in die Kernfusionsforschung gesteckt werden.
Statt Geld aus diesem Bereich endlich für Forschung zu Erneuerbaren
Energien und in den Ausstieg aus der Kernenergie umzuschichten, hält
man an diesem Milliardengrab fest", zeigt sich Greenpeace-Atomexperte
Niklas Schinerl ob dieses Kurswechsels irritiert.

Rückfragehinweis:

Niklas Schinerl, Anti-Atomsprecher Greenpeace
   Tel.: +43-664-6126704
   mailto: [email protected]
   
   Melanie Aldrian, Pressesprecherin Greenpeace
   Tel.: +43-664-6126725
   mailto: [email protected]

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