- 28.06.2011, 12:51:18
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Frauenbericht - Wurm: Ökonomisch immer noch große Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Maßnahmen wie das Einkommenstransparenz-Gesetz sollen Ziel der Gleichstellung beschleunigen
Wien (OTS/SK) - Die von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen
zum Abbau von Benachteiligungen von Frauen greifen. Das betonte
SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm am Dienstag anlässlich des
Beschlusses des "Berichts betreffend den Abbau von Benachteiligungen
von Frauen". "Besonders erfreulich ist, dass die Erwerbsquote von
Frauen gesteigert werden konnte. 2009 waren bereits 65,4 Prozent der
Frauen erwerbstätig", so Wurm. Um Benachteiligung von Frauen
endgültig abzubauen, müsse aber noch viel geschehen: "Im Bericht
steht auch, dass ökonomisch immer noch große Unterschiede zwischen
Männern und Frauen bestehen. Das Bruttoeinkommen von Frauen lag 2009
um 40 Prozent unter jenem der Männer, das Nettoeinkommen um 32,4
Prozent. Auch Arbeitslosengelder und Pensionen der Frauen liegen
deutlich unter jenen der Männer", kritisierte die
SPÖ-Frauensprecherin. ****
"Für die Gleichstellung von Männern und Frauen ist es besonders
wichtig, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Mit
der Beibehaltung der Anstoßfinanzierung etwa können pro Jahr ca.
5.000 neue Kinderbetreuungsplätze, auch für Unter-Dreijährige,
geschaffen werden", betonte Wurm. Auch das
Einkommenstransparenz-Gesetz, die Weiterführung des Nationalen
Aktionsplans für Gleichstellung am Arbeitsmarkt sowie die Kampagne
für mehr Väterbeteiligung tragen wesentlich zur Gleichstellung bei.
"Unser Ziel ist es, die Gleichstellung von Männern und Frauen zu
beschleunigen. Wir setzen diese Maßnahmen ja nicht zum reinen
Selbstzweck", weist die SPÖ-Frauensprecherin auf die Bedeutung von
Erwerbstätigkeit für die Sicherung der Pensionen hin.
Lobend erwähnt wird im vom IHS (Institut für höhere Studien)
verfassten Bericht neben dem Anstieg der Erwerbstätigkeit auch die
Einführung der Quote für staatsnahe Betriebe und das Gesetz zur
Einkommenstransparenz. Die Bundesregierung muss dem Nationalrat alle
zwei Jahre berichten, welche Maßnahmen zum Abbau gesellschaftlicher,
familiärer und wirtschaftlicher Benachteiligungen von Frauen gesetzt
wurden. In den Jahren 2009 und 2010 wurden insgesamt 213 Maßnahmen zu
diesem Zweck gesetzt. Das IHS nennt im Bericht auch jene Bereiche, wo
weiterhin Anstrengungen vonnöten sind, um Benachteiligungen von
Frauen abzubauen, z.B. die Einkommensschere. (Schluss) bj/pl
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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