• 28.06.2011, 12:13:37
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Pirklhuber: EU-Kommission darf ökologische Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion nicht kaputtsparen

Grüne: Nicht Hightech und Gentechnik, sondern lokale Vielfalt und regional angepasste Anbaumethoden

Wien (OTS) - Morgen sollen die Kommissionsvorschläge für den
EU-Haushalt in der Periode 2014 bis 2020 vorgestellt werden. Wie
bekannt wurde, soll es zu starken Kürzungen im Agrarbereich kommen.
"Die ökologischen Ansätze der Agrarpolitik für eine vielfältige und
lebendige Landwirtschaft müssen weiter ausgebaut werden anstatt sie
zu schwächen. Deshalb hat das EU-Parlament auch gefordert, das
Agrarbudget zumindest auf dem Niveau von 2013 zu halten. Reines
Sparen ist keine Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft",
kommentiert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.

Kommissionspräsident Barroso hat angekündigt, das Budget in der
Zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik, der Ländlichen
Entwicklung, kürzen zu wollen. "Ökologischer Landbau und die
ökologische Regionalentwicklung müssten dann empfindliche Einbußen
hinnehmen. Der Ländliche Raum und die benachteiligten Gebiete müssen
jedoch gezielt unterstützt werden, wenn wir nicht einem weiteren
Bauernsterben Vorschub leisten wollen", erklärt Pirklhuber.
Die Finanzierung der EU-Agrarpolitik ist in wesentlichen Teilen
geprägt von Finanzhilfen, die sich an der Größe der Betriebe
orientieren. der ersten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik. Je größer
ein Betrieb, desto höher die Prämien. Die Flächen sind hier der
Maßstab für die Höhe der Finanzhilfen bis 2013.

"Mit dieser Art der "Direktzahlungen" wird das Bauernsterben
angeheizt. Anstatt Großbetriebe zu subventionieren müssen
Agrarförderungen ausschließlich an die Erbringung gesellschaftlich
erwünschter Leistungen, insbesondere die Erzeugung hochwertiger
Lebensmittel im Sinne des Natur- und Umweltschutzes gebunden werden.
Nicht Hightech und Gentechnik, sondern lokale Vielfalt und regional
angepasste Anbaumethoden könnten die Welt ernähren. Daher muss sich
die EU-Agrarpolitik verstärkt am Prinzip der Ernährungssicherheit und
Kreislaufwirtschaft orientieren, um bäuerliche Arbeitsplätze zu
erhalten", so Pirklhuber.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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