• 27.06.2011, 09:00:31
  • /
  • OTS0028 OTW0028

CENTROPE-Region bedeutender Standort für Direktinvestitionen in der EU

Wien (OTS/WIFO) - Die von den österreichischen Bundesländern Wien,
Niederösterreich und Burgenland, den westungarischen Komitaten
Györ-Moson-Sopron und Vas, der tschechischen Region Südmähren sowie
den slowakischen Selbstverwaltungsgebieten Bratislava und Trnava
gebildete CENTROPE-Region ist ein bedeutender Standort für
Direktinvestitionen in der EU. Mit 0,16 durchgeführten
Direktinvestitionsprojekten je 1.000 Einwohner nahm sie in den Jahren
2003 bis 2010 einen Spitzenplatz in der EU ein. Bratislava und Wien
sind führend in Bezug auf Dienstleistungsinvestitionen. Bratislava
verzeichnete unter 271 NUTS-2-Regionen der EU gemessen an der
Bevölkerung die höchste Zahl an Direktinvestitionsprojekten im
Bereich der Handels- und Transportdienstleistungen (Wien: Rang 12).
Wien hatte bezüglich der Zahl der Direktinvestitionen in
Unternehmenszentralen und Unternehmensdienstleistungen die 8. Stelle
inne (Bratislava Rang 7). Das ergibt sich aus einer gemeinsamen
Untersuchung von WIFO, Wiener Institut für internationale
Wirtschaftsvergleiche, Mendel-Universität Brünn, Westungarischem
Forschungsinstitut und slowakischer Akademie der Wissenschaften, die
einen Überblick über das Ausmaß und die Motivation für
Unternehmensverflechtungen in der grenzüberschreitenden
Wirtschaftsregion CENTROPE liefert.

In den anderen Regionen der neuen Mitgliedsländer dominieren
hingegen Sachgüterinvestitionen. Die Regionen Györ-Moson-Sopron, Vas,
Trnava und Südmähren gehörten 2003/2010 durchwegs zu den 50 (von
insgesamt 1.303) NUTS-3-Regionen mit den meisten durchgeführten
ausländischen Direktinvestitionen in technologieintensiven Branchen.

Wie die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung zeigen, weisen aber
die Integration in internationale Forschungs- und
Entwicklungsnetzwerke und die regionale Vernetzung innerhalb der
Region noch Defizite auf. Nur rund 7% der erhobenen Kooperationen
sind F&E-Kooperationen, und nur 36% der Kooperationen sind
intraregional.

Die Wirtschaftspolitik steht in der CENTROPE damit - abgesehen von
der Notwendigkeit, die Attraktivität für ausländische Investoren zu
erhalten und wenn möglich auszubauen - vor zwei wesentlichen
Herausforderungen: Zum einen müssen die oftmals jungen
Direktinvestitionen in der Region verankert werden und somit
weiträumige Netze um kleinräumige Netzwerke ergänzt werden. Die
bisherige Kooperationstätigkeit multinationaler Unternehmen in der
Region deutet auf ein gewisses Interesse dieser Unternehmen an einer
solchen Integration hin.

Zum anderen gilt es aber auch, die bestehenden intraregionalen
Unternehmenskooperationen zu verdichten und die Integration in
internationale F&E-Netzwerke voranzutreiben. Je nach Zielsetzung
bestehen hier für die verschiedenen Unternehmenstypen recht
unterschiedliche Interessenslagen, die in einem entsprechenden
Politikdesign berücksichtigt werden müssen. Eine Strategie zur
Förderung regionaler Netzwerke sollte daher stark
zielgruppenorientiert sein. Vor allem kleine, aber auch junge
Unternehmen sind aufgrund ihrer kleinräumigen Aktivitäten eine
besonders interessante, aufgrund ihrer oftmals größeren Probleme in
Kooperationen jedoch auch eine sehr betreuungsintensive Zielgruppe.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem WIFO-Monatsbericht
6/2011 ( http://www.wifo.ac.at/wwa/pubid/41991 ).

Rückfragehinweis:
Mag. Dr. Peter Huber
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO
Tel. +43 1 798 26 01-404 * Fax. +43 1 798 93 86
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WFO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel