• 26.06.2011, 12:31:31
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Kukacka: MKV positiv zu modularen Oberstufenreform

MKV für Förder-Unterricht im Sommer und mehr Begabtenförderung, Aufsteigen mit 3 "nicht genügend" pädagogisch nicht sinnvoll

Wien (OTS) - Der MKV begrüßt die Nachdenkpause die beim Thema
Aufsteigen mit drei "nicht genügend" ausgerufen wurde. "Die Botschaft
Aufsteigen mit drei 'nicht genügend' wäre ein schlimmes Zeichen. Das
würde bedeuten, dass Leistung in der Schule immer weniger zählt",
stellt der Vorsitzender des Mittelschüler-Kartell-Verbandes, Mag.
Helmut Kukacka fest.

Modulare Oberstufe wichtiger Schritt

Grundsätzlich positiv steht der Schüler- und Studentenverband zur
modularen Oberstufenreform. Die Vorteile aus Sicht des MKV: Bei einer
negativen Beurteilung eines Semesters kann der betroffene Schüler im
Klassenverband verbleiben; schließt ein Schüler ein Modul negativ ab,
hat er bis zur Matura Zeit alles nachzuholen, ansonsten darf er nicht
antreten.

Allerdings sollten aus Sicht des MKV die negativ beurteilten
Module innerhalb von zwei Semestern nachgeholt werden, da viele
Schulfächer aufeinander aufbauende Inhalte haben.

MKV gegen aufsteigen mit drei 5ern

Ein "No-Go" für den MKV ist aber das Aufsteigen mit drei "nicht
genügend" in Pflichtgegenständen, wie etwa Deutsch, Mathematik oder
Englisch. "Da sind die Defizite so groß, dass eine Wiederholung
gerechtfertigt und pädagogisch sinnvoll ist", ist Kukacka überzeugt.
Diese Meinung teilen auch 77% der Österreicherinnen und Österreicher,
wie eine aktuelle Gallup-Umfrage ergab.

Förderunterricht im Sommer, aber auch Begabtenförderung

Als eine praktische und rasch umzusetzende Maßnahme, sollte für
Schüler, die sich auf eine Wiederholungsprüfung (bei einem oder zwei
"nicht genügend") vorbereiten, ein verpflichtender Förderunterricht
in den Sommerferien eingerichtet werden. "Das wäre aus unserer Sicht
sehr wichtig", so Kukacka. Zusätzlich zu diesem Sommer-Unterricht
fordert der MKV auch gute Angebote für Begabten- und
Interessensförderung: "Es kann und darf nicht sein, dass nur die
5er-Kandidaten (4,5% der Schüler) die volle Unterstützung erhalten,
während begabte Schülerinnen und Schüler durch den Rost fallen", so
Kukacka.

Rückfragehinweis:
Gottfried Forsthuber - Tel.:0699 133 00 140 - mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MKV

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