- 26.06.2011, 11:24:03
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ÖH: Österreich bei finanzieller Absicherung von Studierenden Negativbeispiel im Europa-Vergleich
Durch Streichung der Familienbeihilfe wird sich Situation ab 1. Juli weiter zuspitzen
Wien (OTS) - "Neben der Studierendensozialerhebung zeigt nun auch
die "Eurostudent"-Erhebung für die Jahre 2008-2011, wie katastrophal
die finanzielle Absicherung von Studierenden in Österreich ist", sagt
Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam. "Österreich ist ein Negativbeispiel
im Europa-Vergleich - nur in der Slowakei müssen Studierende noch
mehr arbeiten, um sich das Studieren überhaupt leisten zu können", so
Maurer weiter.
"Die Streichung der Familienbeihilfe ab 24, die mit 1. Juli in Kraft
tritt, spitzt die Situation weiter zu - denn unzähligen Studierenden
wird damit in einer entscheidenden Phase des Studiums die
Existenzgrundlage entzogen", erklärt Thomas Wallerberger vom
ÖH-Vorsitzteam. "Studierende werden gezwungen entweder noch mehr zu
arbeiten und damit massive Studienzeitverzögerungen in Kauf zu
nehmen, oder ihr Studium überhaupt abzubrechen - das ist ein völlig
untragbarer Zustand", so Wallerberger weiter.
"Die "Eurostudent"-Erhebung macht außerdem deutlich, dass es keine
"BummelstudentInnen" gibt - mit Einbeziehung der Erwerbstätigkeit
kommen Studierende auf 40 Stunden und mehr, wobei Studierende mit
Eltern mit niedrigem Bildungniveau wesentlich mehr Stunden pro Woche
arbeiten müssen als jene mit Eltern mit hohem Bildungsniveau",
erläutert Mirijam Müller, ÖH-Generalsekretärin.
"Bildung ist dieser Regierung nichts wert! Wir fragen uns, wie viele
Studien es noch braucht, damit die Regierung versteht, dass sie
Raubbau an der Zukunft und den Chancen junger Menschen betreibt", so
Wallerberger und Maurer abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Georg Garstenauer, Pressesprecher
Tel.: 0676 888 52 212
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at/
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