Haubner: Energieeffizienz-Initiative der Europäischen Kommission ist zu begrüßen

Positive Wirtschaftseffekte durch Steigerung der Energieeffizienz

Wien (OTS) - Der heute präsentierte Richtlinien-Vorschlag von EU-Energie-Kommissar Öttinger stellt den Beginn einer umfassenden Diskussion zur Verbesserung der Energieeffizienz dar, eine Diskussion die dringend zu führen ist. Um Österreich unabhängiger von Energie-Importen zu machen und um die Umsetzung der Energie- und Klimaziele zu erreichen ist Energieeffizienz der einzig mögliche Schlüssel. "Mit der Steigerung der Energieeffizienz können wir riesige ungenutzte Potenziale zur Einsparung von Energiekosten und zur Senkung des CO2-Ausstoßes nutzen. Damit gewährleisten wir langfristig sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Absicherung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Umweltverträglichkeit, denn wir werden in den nächsten Jahren alle Hände voll zu tun haben einen steigenden Energieverbrauch zu verhindern. Mit der Energiestrategie für Österreich sind wir auf dem richtigen Weg, aber es gibt noch viel zu tun", meint ÖVP-Energiesprecher Abg.z.NR Peter Haubner, Generalsekretär des Wirtschaftsbundes, zu den heutigen Aussagen von EU-Energiekommissar Günther Öttinger.

Zusätzlich beinhaltet eine Effizienzsteigerung positive Wachstums-und Beschäftigungseffekte für die Wirtschaft, die die eingesetzten Investitionskosten mehr als wettmachen. Die thermische Sanierung, die auf Initiative der ÖVP in der Bundesregierung umgesetzt wurde, zählt als Paradebeispiel dafür, wie eine sinnvolle Effizienzsteigerung erfolgen kann. "Mit 100 Millionen Euro, die pro Jahr zur Verfügung stehen, kurbelt Energie-Minister Reinhold Mitterlehner die Wirtschaft mit der Sanierung von Gebäuden an und sichert so vielen Arbeitsplätze", so Peter Haubner weiter. Durch die insgesamt bereit gestellten 400 Millionen Euro bis 2015 werden etwa 2,7 Mrd. Euro an weiteren Investitionen ausgelöst, darüber hinaus werden damit 40.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert. Dazu betont ÖVP-Energiesprecher Peter Haubner "wäre es notwendig, dass auch die Länder Mittel zur Förderung der thermischen Sanierung zur Verfügung stellen, da sonst das Ziel einer Sanierungsquote von 3 bis 5 Prozent nur schwer erreicht werden könne".

Es wird ein ganzes Maßnahmenbündel brauchen, das von einer einheitlichen Regelung der betrieblichen Energieeffizienz, einer Implementierung eines Energiedatenmanagementsystems bei öffentlichen Einrichtungen und in der Wirtschaft, einer verstärkten Nutzung und Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungen auch in kleinen und kleinsten Leistungsbereichen, insbesondere im Gewerbe, bis zum Einsatz stromsparender (Straßen-)beleuchtungen reichen wird. Als kritisch betrachtet Abg.z.NR Peter Haubner die Bestrebung auf europäischer Ebene, das Reduktionszeit der Treibhausgasemissionen bis 2020 von 20 Prozent auf 25 Prozent oder gar 30 Prozent zu verschärfen. "Die Reduktion bis 2020 würde eine willkürliche Änderung der Spielregeln des Klima- und Energiepakets und eine Verunsicherung von Investoren darstellen. Für die Unternehmen ist es wichtig Rechtssicherheit und stabile Rahmenbedingungen zu gewährleisten um damit den Wirtschaftsstandort zu sichern. Klimapolitische Alleingänge der EU sind kontraproduktiv und standortschädlich - der Fokus muss daher auf den internationalen Klimaverhandlungen und der Erarbeitung von gemeinsamen Treibhausgaszielen liegen", so Peter Haubner abschließend.

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