- 22.06.2011, 15:58:16
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Haubner: Energieeffizienz-Initiative der Europäischen Kommission ist zu begrüßen
Positive Wirtschaftseffekte durch Steigerung der Energieeffizienz
Wien (OTS) - Der heute präsentierte Richtlinien-Vorschlag von
EU-Energie-Kommissar Öttinger stellt den Beginn einer umfassenden
Diskussion zur Verbesserung der Energieeffizienz dar, eine Diskussion
die dringend zu führen ist. Um Österreich unabhängiger von
Energie-Importen zu machen und um die Umsetzung der Energie- und
Klimaziele zu erreichen ist Energieeffizienz der einzig mögliche
Schlüssel. "Mit der Steigerung der Energieeffizienz können wir
riesige ungenutzte Potenziale zur Einsparung von Energiekosten und
zur Senkung des CO2-Ausstoßes nutzen. Damit gewährleisten wir
langfristig sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Absicherung
und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Umweltverträglichkeit,
denn wir werden in den nächsten Jahren alle Hände voll zu tun haben
einen steigenden Energieverbrauch zu verhindern. Mit der
Energiestrategie für Österreich sind wir auf dem richtigen Weg, aber
es gibt noch viel zu tun", meint ÖVP-Energiesprecher Abg.z.NR Peter
Haubner, Generalsekretär des Wirtschaftsbundes, zu den heutigen
Aussagen von EU-Energiekommissar Günther Öttinger.
Zusätzlich beinhaltet eine Effizienzsteigerung positive Wachstums-
und Beschäftigungseffekte für die Wirtschaft, die die eingesetzten
Investitionskosten mehr als wettmachen. Die thermische Sanierung, die
auf Initiative der ÖVP in der Bundesregierung umgesetzt wurde, zählt
als Paradebeispiel dafür, wie eine sinnvolle Effizienzsteigerung
erfolgen kann. "Mit 100 Millionen Euro, die pro Jahr zur Verfügung
stehen, kurbelt Energie-Minister Reinhold Mitterlehner die Wirtschaft
mit der Sanierung von Gebäuden an und sichert so vielen
Arbeitsplätze", so Peter Haubner weiter. Durch die insgesamt bereit
gestellten 400 Millionen Euro bis 2015 werden etwa 2,7 Mrd. Euro an
weiteren Investitionen ausgelöst, darüber hinaus werden damit 40.000
Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert. Dazu betont
ÖVP-Energiesprecher Peter Haubner "wäre es notwendig, dass auch die
Länder Mittel zur Förderung der thermischen Sanierung zur Verfügung
stellen, da sonst das Ziel einer Sanierungsquote von 3 bis 5 Prozent
nur schwer erreicht werden könne".
Es wird ein ganzes Maßnahmenbündel brauchen, das von einer
einheitlichen Regelung der betrieblichen Energieeffizienz, einer
Implementierung eines Energiedatenmanagementsystems bei öffentlichen
Einrichtungen und in der Wirtschaft, einer verstärkten Nutzung und
Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungen auch in kleinen und kleinsten
Leistungsbereichen, insbesondere im Gewerbe, bis zum Einsatz
stromsparender (Straßen-)beleuchtungen reichen wird. Als kritisch
betrachtet Abg.z.NR Peter Haubner die Bestrebung auf europäischer
Ebene, das Reduktionszeit der Treibhausgasemissionen bis 2020 von 20
Prozent auf 25 Prozent oder gar 30 Prozent zu verschärfen. "Die
Reduktion bis 2020 würde eine willkürliche Änderung der Spielregeln
des Klima- und Energiepakets und eine Verunsicherung von Investoren
darstellen. Für die Unternehmen ist es wichtig Rechtssicherheit und
stabile Rahmenbedingungen zu gewährleisten um damit den
Wirtschaftsstandort zu sichern. Klimapolitische Alleingänge der EU
sind kontraproduktiv und standortschädlich - der Fokus muss daher auf
den internationalen Klimaverhandlungen und der Erarbeitung von
gemeinsamen Treibhausgaszielen liegen", so Peter Haubner
abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse
Tel.: +43 (0)1 505 47 96 - 42
mailto:[email protected]
http://www.wirtschaftsbund.at
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