Grüne Wirtschaft: Auch Finanzausschuss bringt keine Klarheit im Immobilien-Finanzskandal der Wirtschaftskammer Wien

Plass: "WK-Präsidentin Brigitte Jank weiterhin ahnungslos, überrascht und nicht zuständig"

Wien (OTS) - Trotz intensiver Nachfragen hat es im heutigen Finanzausschuss der Wirtschaftskammer Wien keine befriedigenden Informationen und keine weiteren Details zu den hochriskanten Spekulationsgeschäften mit Anleihen der R-Quadrat-Immobiliengruppe gegeben. Offenbar ist Kammerpräsidentin Brigitte Jank nach wie vor nicht bereit, Verantwortung für die entstandenen Millionenverluste zu übernehmen.

"Nach Wochen des Mauerns und Schweigens hat sich Präsidentin Jank heute endlich persönlich zu unseren Vorwürfen geäußert. Es gab aber nur dieselben nebulosen Informationen, die man bereits in der Zeitung lesen konnte, sowie eine sehr allgemeine Einladung zur Zusammenarbeit bei weiteren Veranlagungen", schildert Hans Arsenovic, Landessprecher der Grünen Wirtschaft Wien. "Unterlagen wurden uns keine gegeben, aber wir haben wenigstens die Zusage, dass wir Einblick in das Vermögensdepot der Wiener Wirtschaftskammer erhalten. Wir werden die Aufstellungen jetzt genau analysieren und feststellen, ob noch weitere Finanzleichen im Keller der Wiener Wirtschaftskammer liegen", so Arsenovic.

Da es sich bei diesen hochriskanten Spekulationen um eine klar kammerrechtswidrige Vorgangsweise handelt, wird die Grüne Wirtschaft nun die Gangart verschärfen, erläutert Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft: "Wir haben eine umfangreiche offizielle Anfrage an Präsidentin Jank vorbereitet und planen Ähnliches für die Bundeskammer, die mit ihrem Pensionsfonds und der Pensionskassen AG ebenfalls in R-Quadrat-Papiere investiert hat."

Es wird auch eine Sachverhaltsdarstellung der Grünen Wirtschaft an das Kontrollamt der Kammer geben, und die strafrechtliche Dimension des Falles wird ebenfalls geprüft: "Wir können nicht akzeptieren, dass die hart erwirtschafteten Pflichtbeiträge der Kammermitglieder in ukrainischen Immobilienprojekten versenkt werden, und am Schluss sind alle ahnungslos, überrascht und nicht verantwortlich! Natürlich sind wir bereit, dem ÖVP-Wirtschaftsbund bei der Bewältigung dieses Finanz-Debakels zu helfen. Zuerst müssen aber alle Dinge restlos geklärt werden, und es muss die Zusicherung geben, dass künftig mit den Geldern der Kammermitglieder verantwortungsbewusst umgegangen wird", so Plass abschließend.

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