• 22.06.2011, 11:09:04
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Stellungnahme zum Boykott israelischer akademischer Einrichtungen durch die Britische Hochschullehrergewerkschaft

Wien (OTS) - Der Vorstand von Scholars for Peace in the Middle
East, SPME in Großbritannien und die Arbeitsgruppe gegen den
akademischen Boykott (SPME BDS Task Force) verurteilen die Kampagne
der britischen Hochschullehrergewerkschaft für den akademischen
Boykott Israels und die Ablehnung der EU-Antisemitismus-Definition.

Der Vorstand von Scholars for Peace in the Middle East, SPME in
Großbritannien und die SPME Arbeitsgruppe gegen den akademischen
Boykott Israels, die nahezu 60,000 AkademikerInnen in aller Welt
vertreten, verurteilen die Kampagne der britischen
Hochschullehrergewerkschaft für den akademischen Boykott Israels und
die Ablehnung der EU-Antisemitismus-Definition.

Der Vorstand von Scholars for Peace in the Middle East, SPME in
Großbritannien und die SPME Arbeitsgruppe gegen den akademischen
Boykott Israels, die nahezu 60,000 AkademikerInnen in aller Welt
vertreten,

1. verurteilen auf das Schärfste den am 29. Mai auf dem Kongress der
Britischen Union of College and Universities (UCU) gefassten
Beschluss, die Kampagne zum akademischen Boykott gegen Israel unter
Ignorierung des Hinweises ihrer eigenen Rechtsberater, dass es sich
dabei um eine illegale auf Diskriminierung beruhende Aktion handle,
die außerdem den Rahmen der Satzungen der Union sprenge, zu
unterstützen In der Vergangenheit haben sich nahezu 60.000
Akademikerinnen und Akademiker weltweit, darunter 50
Nobelpreisträger, strikt gegen solche Kampagnen ausgesprochen und
sich gegenüber Mitgliedern derart auftretenden Gewerkschaften
solidarisch mit israelischen Kollegen und akademischen Einrichtungen
erklärt. Sollten diese tatsächlich boykottiert werden, müsse man sie
selbst ebenfalls boykottieren. SPME wird diese Ankündigung der
weltweiten akademischen Gemeinschaft wieder aktivieren.

2. verurteilen auf das Schärfste den am 30. Mai 2011 gefassten
Beschluss der UCU, sich von der Arbeitsdefinition für Antisemitismus
der Europäischen Union zu distanzieren. Wir sehen darin einen Beweis,
dass die UCU die Gefahr des Antisemitismus nicht ernst nimmt. Mit der
Ablehnung dieser Definition fördert die UCU ein feindliches Studien-
und Arbeitsumfeld für jüdische und israelische Studierende und
Lehrende an Universitäten in Großbritannien, die das Existenzrecht
Israels innerhalb sicherer Grenzen unterstützen und die sich gegen
jene stellen,, die Israel dämonisieren, delegitimieren und
Doppelstandards unterziehen möchten.

3. befürworten und unterstützen jene britischen Akademiker, die sich
gegen diese Aktionen stellen, sie bekämpfen, blockieren und sich
diesen Beschlüssen widersetzen. SPME wird mit diesen Kollegen
zusammen arbeiten und sie dabei unterstützen, solche Aktionen
innerhalb der Gewerkschaft, in den akademischen Institutionen und
notfalls auch auf dem Rechtsweg anzufechten.

4. Wir fordern unsere akademischen Kolleginnen und Kollegen in aller
Welt auf, gegen diese schwerwiegende Verletzung des Grundsatzes
akademischer Freiheit und die feindseligen Bedrohungen jüdischer und
israelischer Kollegen in Großbritannien und Israel zu protestieren.
Seit den ersten Boykottkampagnen der Vorgängerorganisationen der UCU
hat SPME wiederholt darauf hingewiesen, dass akademischer Boykott mit
akademischer Freiheit und Bemühungen um Frieden im Widerspruch steht.

Als Vorstand von SPME, der SPME Arbeitsgruppe gegen die
Boykottkampagnen und der Leitung der Sektion von SPME in
Großbritannien bekräftigen wir den Widerstand gegen diese Aktionen,
werden erneut eine internationale Kampagne initiieren und neuerlich
dazu auffordern, unsere Bemühungen zu unterstützen.

SPME verpflichtet sich, mit Kolleginnen, Kollegen und akademischen
Institutionen weltweit zusammen zu arbeiten um diesen schwerwiegenden
Akt rückgängig zu machen und gegen ähnliche Beschlüsse mit allen
Mitteln aufzutreten, wo auch immer sie angenommen und praktiziert
werden mögen.

Rückfragehinweis:
Peter Haas, Präsident von SPME [email protected] ; Edward Beck, Vorsitzender der SPME BDS Arbeitsgruppe, [email protected] ; Howard Kahn, SPME UK, [email protected] oder Samuel Edelman, SPME geschäftsführender Direktor, [email protected]

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