• 19.06.2011, 21:25:50
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Neues Volksblatt - "Erklären" von Markus EBERT

Ausgabe vom 20. Juni 2011

Linz (OTS) - Nach Ansicht der Nationalbank lässt Österreich die
Krise hinter sich, Gouverneur Ewald Nowotny sieht in Österreich eines
der "Wachstumszentren innerhalb des Euroraumes". So stand es am
Samstag in den Zeitungen zu lesen. Der wiedergewählte FPÖ-Chef
Heinz-Christian Strache hatte wohl keine Zeit mehr, vor seiner
Parteitagsrede Zeitung zu lesen. Denn sonst hätte er jene Passage, in
der er Österreich am Abgrund ortete, vielleicht noch
herausgestrichen. Aber aus dem Schlechtreden des Landes bezieht die
FPÖ auf Bundesebene derzeit jenen Rückenwind, der sie in Umfragen an
die Spitze hievt und aus dem heraus Strache den Kanzleranspruch
stellen kann. Dass sein Österreich-Bild mit der Wirklichkeit kaum in
Einklang zu bringen ist, spielt keine Rolle: Es geht, siehe oben, gar
nicht um die Fakten. In den Tagen vor dem blauen Parteitag herrschte
unter den Polit-Analysten wieder einmal die Lust an der Angst vor dem
unaufhaltsamen Aufstieg. Doch staunendes Kopfschütteln über den
blauen Höhenflug ist zuwenig. Mit der gleichen Empathie, mit der
Strache seine angeblich geliebte Heimat Österreich schlecht redet,
gehört erklärt, warum er in so vielen Dingen nicht recht hat. Am
Wahltag wird sich dann zeigen, wer wirklich gekämpft hat.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at

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