Bundesministerin Heinisch-Hosek: Österreich hat weltweit erstes Office-Tool für geschlechtergerechte Sprache

Bundeskanzleramt und Frauenministerin präsentieren eine von Microsoft entwickelte Technologie zur Unterstützung gendergerechter Sprache

Wien (OTS) - "Verändern durch Gendern heißt es ab sofort im Bundeskanzleramt, denn mit der neuen Funktion fürs Texten im Office haben wir das weltweit erste derartige Tool zur Unterstützung geschlechtergerechter Sprache", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute bei der Präsentation des neues Office-Tools im Rahmen eines Pressegesprächs in Wien. Das Bundeskanzleramt und die Frauenministerin wollen mit der von Microsoft entwickelten Technologie die Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache in der österreichischen Verwaltung unterstützen.

"In meiner Doppelfunktion als Ministerin für den öffentlichen Dienst und als Frauenministerin freue ich mich besonders über dieses Instrument, das für eine moderne Verwaltung ein wichtiges Signal setzt. Immer noch ist unsere Sprache männlich geprägt und verstärkt damit alte Rollenbilder. Als zentrales Kommunikationsmittel sollte sie jedoch die Realität widerspiegeln. Daher brauchen wir endlich eine Ausdrucksweise, die nicht so tut, als ob es nur Männer in der Welt gäbe", betonte Heinisch-Hosek. Im Nationalen Aktionsplan zur Gleichstellung habe sich die Regierung das Ziel gesetzt, geschlechtssensiblen Sprachgebrauch voranzutreiben. "Ich bin stolz, dass wir heute unter dieses Vorhaben ein Hakerl setzen können", so die Frauenministerin.

Petra Jenner, Geschäftsführerin von Microsoft Österreich, erläuterte die neue Funktion im MS Office Word, die als Open-Source-Software in Form eines fertigen Installationspaketes wie auch in Form eines kompilierbaren Codes über http://gendering.codeplex.com unter einer kostenfreien Lizenz zur Verfügung stehen wird. Manfred Matzka, Sektionschef im Bundeskanzleramt, sieht in der neuen Anwendung eine effiziente Hilfestellung für den Verwaltungsalltag. "In der praktischen Umsetzung von elektronischen Serviceleistungen geht das Bundeskanzleramt damit erneut einen Schritt weiter und übernimmt wieder eine Vorreiterrolle", so Matzka. Zusätzlich seien auch noch zwei weitere Office-Funktionen entwickelt worden, um direkt aus dem MS Word auf das Personen- und Organisationsverzeichnis der Verwaltung und auf das Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) zugreifen zu können.

Abschließend dankte die Frauenministerin Microsoft für die gute Zusammenarbeit. "Ich lade dazu ein, dass auch Unternehmen und Einzelpersonen unserem Beispiel folgen und das neue Programm bald anwenden. Auf diesem Weg kann die sprachliche Gleichstellung allmählich in den Mainstream übergehen", so Heinisch-Hosek.

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