Dramatischer Anstieg bei psychischen Erkrankungen

PsychologInnen sehen Lösungen in der Prävention

Wien (OTS) - Die heute vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger veröffentlichten Zahlen bestätigen, worauf der PsychologInnenverband schon seit langem hinweist. Als Folge der neuen Herausforderungen unserer Gesellschaft sind weniger körperliche als vielmehr psychische Probleme feststellbar, die sich vermehrt in Krankenständen und Frühpensionierungen manifestieren. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen sind wegen psychischer Erkrankungen in Behandlung.

"Rechtzeitige Prävention könnte helfen, einen Teil der dadurch verursachten Kosten von 750 Millionen Euro zu reduzieren", ist Ulla Konrad, Präsidentin des Psychologenverbandes, überzeugt und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.

Menschen schon frühzeitig bei ihrer adäquaten Entwicklung zu unterstützen und ihnen die Fähigkeit geben, mit gesellschaftlichen Anforderungen besser umzugehen, dafür gibt es in der Psychologie viele Methoden. Das kann mit der Entwicklungsdiagnostik bereits in den ersten Lebensmonaten beginnen. Diese hilft dabei, eventuelle Entwicklungsrückstände frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Später können Lernprobleme und Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen, wenn frühzeitig diagnostiziert, ebenfalls gut behandelt werden.

ArbeitspsychologInnen sind in Betrieben präventiv tätig um betriebliche Prozesse, Strukturen und unternehmenskulturelle Faktoren zu optimieren. Diese Beratung findet in den Betrieben statt.

Entscheidend für den Gesundungsprozess ist die psychologische Unterstützung von Einzelpersonen bei aktuellen Lebenskrisen wie bei einem beginnenden Burnout, Konflikten am Arbeitsplatz oder in der Beziehung, bei der Verarbeitung von Unfällen oder Krankheit.

"Um eine Verbesserung der psychischen Gesundheit zu ermöglichen, sind alle politisch Verantwortlichen gefordert, dementsprechende Rahmenbedingungen zu ermöglichen", fordert Konrad. Daher begrüßt es die Präsidentin des Psychologen-verbandes, dass sich der Hauptverband dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung stellt.

Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen mit seinen ExpertInnen bietet sich gerne als Kooperationspartner an, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. "Die vom Hauptverband aufgezeigten Probleme machen ganz klar deutlich, dass es dringend an der Zeit ist, mehr Psychologie in die Gesundheitsversorgung aufzunehmen, denn neue Probleme fordern neue Lösungsansätze und eine intelligente Versorgung", so Ulla Konrad abschließend.

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Mag. Monika Glantschnig
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