- 17.06.2011, 09:30:35
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Westsahara: Flüchtlingsdrama seit zwei Generationen
GEZA freut sich am Weltflüchtlingstag über Förderzusage der Stadt Wien
Wien (OTS) - Seit 36 Jahren leben mehr als 160.000 Saharauis in
Flüchtlingslagern in der Wüste Algeriens. 1975 war die ehemals
spanische Kolonie Westsahara von Marokko völkerrechtswidrig besetzt
worden. Bis heute wartet das saharauische Volk auf sein Recht, in
einem freien und fairen Referendum über seine Zukunft zu entscheiden,
da Marokko entsprechende Bemühungen der UNO blockiert.
Die Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH (GEZA) engagiert
sich seit Jahren für die Westsahara, unter anderem mit
Bildungsprojekten und einer Volksschulrenovierung in den
Flüchtlingslagern sowie Informationsveranstaltungen und
Anwaltschaftsarbeit in Österreich. Der Austausch findet auch auf
persönlicher Ebene statt: Ende Mai war Salek Baba,
Kooperationsminister der Westsahara, zu Gast bei der GEZA und
bedankte sich für das große Engagement zugunsten seines Volkes. Salek
Baba berichtete von weiter stockenden Verhandlungen mit Marokko und
der prekären humanitären Situation in den Flüchtlingslagern in der
algerischen Wüste. "Die Menschen in den algerischen Camps sind auf
die Hilfe der internationalen Gemeinschaft angewiesen. Leider geht
diese Unterstützung immer weiter zurück. So wurde zuletzt auch einem
jahrelang beispielhaften Programm die Unterstützung der
österreichischen Entwicklungszusammenarbeit entzogen", kritisiert
Mag. Andreas Balog von der GEZA.
Es gibt für die Westsahara aber auch gute Nachrichten aus
Österreich: Die Stadt Wien hat soeben zugesagt, ein Projekt zum Thema
Pflege in der Westsahara zu fördern. Von Oktober 2011 bis Dezember
2012 wird die GEZA in den saharauischen Flüchtlingslagern in
Zusammenarbeit mit den Behörden und unter Einbeziehung des
Minenopferzentrums die Pflegekapazitäten für ältere und behinderte
Menschen stärken. Im Rahmen des Projekts soll eine
Bewusstseinskampagne zum Thema Pflege für die Bevölkerung ebenso
durchgeführt werden wie ein spezielles Ausbildungsprogramm für das
örtliche Gesundheitspersonal. "Wir freuen uns sehr, dass wir dank der
Stadt Wien unsere wichtige Arbeit in der Westsahara weiterführen
können", kommentiert Andreas Balog die Förderzusage.
Über die GEZA:
Getreu ihrem Motto "der Welt die Hand reichen" setzt sich die GEZA in
Projekten in Afrika und Österreich für Armutsbekämpfung, Gesundheit,
Bildung, Menschenrechte und Demokratie ein. Als Gesellschafter der
GEZA ist der ASBÖ räumlich und inhaltlich stark mit der
Non-Profit-Organisation verbunden. Mehr Informationen zu den
Projekten der GEZA finden Sie auf www.geza.at.
Rückfragehinweis:
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Mag. Markus Widmer Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 01 89 145-309 mailto:[email protected] www.samariterbund.net
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