Gahr: Ziel ist einheitliches Polizeinotrufsystem mit neun Landesleitstellen

ÖVP-Rechnungshofsprecher: 9 statt 105 Notrufstellen, um System zu optimieren

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Der Rechnungshof gibt uns in seinem Bericht
zum Polizeinotruf konkrete Vorschläge, um das Notrufsystem in Österreich zu optimieren und auf den aktuellsten Stand der Technik zu bringen und gibt einen guten Einblick über den digitalen Funknetzaufbau. Derzeit gibt es 105 Notrufstellen, davon 13 städtische, 83 über die Bezirke und neun Landesleitstellen. Ziel muss es ein, österreichweit ein einheitliches Polizeinotrufsystem mit neun Landesleitstellen umzusetzen. Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Rechnungshofsprecher Hermann Gahr anlässlich der Debatte des Rechnungshofberichts im Plenum des Nationalrats.

Der Bericht zeigt aber auch deutlich auf, dass es bei der Verwendung der Notrufnummern oft zu Missbrauch kommt: Nur 20 bis 25 Prozent aller Anrufe seien tatsächliche Notrufe. Unterschiede gebe es auch in den Ländern. Bisher funktioniere das Notrufsystem über die Landesleitzentralen nur in Vorarlberg und in Wien. Bundesländer wie Salzburg und Tirol befinden sich in der Umsetzung, und in Oberösterreich gebe es derzeit Verhandlungen darüber. "Erst wenn wir flächendeckend über ein vereinheitlichtes Notrufsystem verfügen, kann es den Menschen auch bestmöglich helfen", so der ÖVP-Abgeordnete.

An den Empfehlungen des Rechnungshofes werde nun gearbeitet. Neben einer zentralen Leistelle, die alle Notrufe aufnimmt, soll es aussagekräftige Kennzahlen geben, eine Reduzierung der Wartezeiten bei den Notrufen und eine optimale Einsetzung der Personalressourcen. Wichtig sei auch die Einbindung von Sicherheitskräften, um die Sicherheit zu gewährleisten.
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