GBH: Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen - jetzt Gas geben!

Nicht nur die Umwelt gewinnt - auch die Bevölkerung profitiert vom Bahnausbau!

Wien (OTS/GBH/ÖGB) - Die gestrige Regierungserklärung durch Bundeskanzler Werner Faymann insgesamt 19,3 Milliarden Euro bis 2016 in eine leistungs- und umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur zu investieren, kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt. Nach wie vor ist die Bauwirtschaft nicht auf den Zug des Wirtschaftswachstums aufgesprungen. Laut Statistik Austria brauchen gerade der Tunnelbau mit Minus 36,6 Prozent und der Bau von Bahnverkehrsstrecken mit Minus 27,5 Prozent Investitionsrückgang dringend Impulse. Die auf Schiene gebrachten Semmering-Basis-, Koralm- und Brenner-Basistunnel kommen somit genau rechzeitig. Jetzt gilt es an der Umsetzung dran zu bleiben. Immerhin werden laut WIFO und IHF pro investierter Milliarde im Bahnbereich rund 17.000 Arbeitsplätze gesichert.++++

Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Bundesvorsitzender Johann Holper: "Allein in die Südbahn - bestehend aus Hauptbahnhof Wien, Ausbau Pottendorferlinie, Semmering-Basistunnel, Umbau Bahnhof Graz und Koralmbahn - werden bis 2024 gesamt 10 Milliarden Euro investiert und somit 170.000 Arbeitsplätze gesichert. Das ist der dringend notwendige Schub um die allgemein schwache Baukonjunktur anzukurbeln."

Investitionen sind ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung unserer Umwelt

Andreas Huss, GBH-Umweltsprecher: "Durch den Semmering-Basis-Tunnel gibt es jährlich 175.000 LKWs weniger auf die Straße. Derzeit werden jährlich rund 25 Millionen Tonnen über den Wechsel und Semmering transportiert, davon nur rund ein Drittel mit der Bahn. Experten sehen hier eine Steigerung bis 2025 auf insgesamt 45 Tonnen jährlich. Es war also allerhöchste Eisenbahn, hier endlich Maßnahmen zu setzen."

Nicht nur die Umwelt gewinnt - auch die Bevölkerung profitiert vom Bahnausbau!

Ein zweiachsiger 18-Tonnen-Lkw belastet die Straße 17.000 Mal stärker wie ein Pkw. Von den mehr als 5,7 Milliarden Euro an Kosten, die der Lkw-Verkehr jährlich in Österreich verursacht, sind nur etwa 36 Prozent durch Einnahmen aus dem Lkw-Verkehr gedeckt. Des Weiteren kann mit gleichem Energieaufwand eine Gütertonne auf der Straße 100 km und auf der Schiene 300 km befördert werden. Laut Klimaschutzbericht 2010 war die größte Steigerung mit 61,95 Prozent bei den CO2-Emissionen im Verkehrsbereich.

Auch die Menschen profitieren vom Bahnausbau

Durch den Ausbau wird die Fahrtdauer Wien - Klagenfurt von 4 Stunden auf 2 Stunden 40 Minuten verkürzt. Die Fahrzeit Graz - Klagenfurt wird sich von derzeit knapp drei Stunden um zwei Drittel auf eine Stunde verkürzen. Durch den Ausbau ist man mit dem Zug schneller und vor allem auch sicherer am Ziel als mit dem Auto.

Josef Muchitsch, GBH-Bundesvorsitzender-Stv. abschließend: "Mit der Baugenehmigung für den Semmering-Basistunnel werden nun hoffentlich auch die letzten Kritiker der Koralmbahn verstummen. Immerhin steigt die Wertschöpfung der Baltisch-Adriatischen Achse enorm. Jeder investierte Euro in den Semmering-Basistunnel neu bringt fünf Euro Wachstum für Österreichs Wirtschaft. Österreich wird somit die Drehscheibe Europas im Bahnverkehrsnetz."

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