• 15.06.2011, 11:53:47
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EHEC ist kein Bio-Thema

Informationspolitik sorgte für Verunsicherung, nun muss das Vertrauen in Bio wieder hergestellt werden.

Wien (OTS) - Die Informationspolitik in Zusammenhang mit der
aktuellen EHEC-Epidemie hat bisher mehr Verunsicherung als
Aufklärung gebracht. Die teilweise vorschnelle und verzerrte
Darstellung des Problems hat für Vorverurteilungen und Panik gesorgt
und die biologische Landwirtschaft völlig zu Unrecht in Misskredit
gebracht. Dadurch ist unseren Bäuerinnen und Bauern großer
wirtschaftlicher und ideeller Schaden entstanden.

Der BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch begrüßt daher die Zusage
finanzieller Hilfe von Seiten der Europäischen Kommission:
"Entschädigungszahlungen für die Bio-Gemüsebäuerinnen und
Gemüsebauern müssen aber auf Basis eines Bio-Referenzpreises
erfolgen, der den höheren Aufwand in der Bio-Produktion
berücksichtigt."

In einer solch schwierigen Situation ist eine funktionierende
Partnerschaft zwischen Produzenten und Handel besonders wichtig.
Deshalb fordert Rudi Vierbauch: " Die Partnerschaft zwischen Handel
und Produzenten bedarf einer dringenden Weiterentwicklung:
Lieferungen einfach zu stornieren, ist kein partnerschaftlicher Weg.
Das Wettmachen des Vertrauensverlustes ist eine gemeinsame Aufgabe
aller Beteiligten."

Dass zur Begrenzung des durch tendenziöse Berichterstattung mit
verursachten Imageschadens nun Bauerngelder in eine mediale Offensive
gesteckt werden müssen, ist eine ebensolche Einseitigkeit, die
kritisch zu betrachten ist.

Die Kontamination mit EHEC-Keimen ist kein Produktionsproblem
sondern ein Hygieneproblem. "Die Ursache kann überall dort sein, wo
mangelndes Hygienebewusstsein vorhanden ist", erklärt Rudi Vierbauch.
Biologisch wirtschaftende Betriebe unterstehen strengen
Hygienevorschriften, die regelmäßig überprüft werden.

Die biologische Landwirtschaft ist die nachhaltigste Form des
Landbaus. Nur sie fördert das gesamte Ökosystem und trägt zum
Klimaschutz bei. Außerdem setzt die biologische Landwirtschaft beim
Anbau auf Vielfalt und natürliches Gleichgewicht - beides kommt der
Gesundheit der Pflanzen zugute.

Rückfragehinweis:
Hubert Zamut, Leitung Geschäftsfeld Markt
M 0676/842 214 230, E [email protected]

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