• 14.06.2011, 08:06:12
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Wann kommt endlich eine Pensionskassenreform, die diesen Namen verdient?

Laufende Schönfärberei des Fachverbands, aber keine Lösung in Sicht

Wien (OTS) - Die schweren Verluste der Pensionskassenpensionisten
in der Wirtschaftskammer Österreich veranlassten den Vorsitzenden des
Fachverbands der Pensionskassen, Mag. Zakostelsky, im Mittagsjournal
am Freitag, 10. Juni d. J., die insgesamt gute Arbeit der heimischen
Pensionskassen zu preisen. Er sprach von einem langjährigen
"gewogenen" Durchschnitt der "Rendite für den Kunden" von 6 %. Diese
Aussage ist FALSCH. Denn der Durchschnitt der Ergebnisse seit 1990,
gewichtet nach veranlagtem Kapital, also "gewogen", liegt nur bei 4 %
p.a.

Rund 300.000 Bezieher von und aktive Anwärter auf
Pensionskassenpensionen, die zu Ende der 1990er Jahre mit irrealen
Ertragsversprechungen in das System übertragen wurden, sehen sich
damit verhöhnt. Sie haben bisher Einbußen in ihren
Pensionskassenpensionen von bis zu 45 % gegenüber den ursprünglichen
Zusagen erlitten, weil im Durchschnitt dieser Jahre nur zwischen 2,7
% und 3,7 % p.a. (Zahlen OeKB) statt der alljährlich notwendigen rund
7,5 % erwirtschaftet wurden.

Für diese um einen Teil ihrer geplanten Altersvorsorge gebrachten
Bürger sollte eine Reformkommission im Finanzministerium Abhilfe
schaffen. Sie tagt seit zweieinhalb Jahren und hat bisher nichts
zustande gebracht. Fest steht offensichtlich, dass für die unter der
Aufsicht des Staates Geschädigten einer missglückten "2. Säule der
Altersvorsorge" seitens der Reformkommission keine Hilfe vorgesehen
ist. Arbeiterkammer und ÖGB, einst mitverantwortlich für die
arbeitnehmerfeindliche Gestaltung der Pensionskassenpension, lassen
ihre Mitglieder im Stich. Und der Fachverband beschönigt und schiebt
die 300.000 Opfer des Systems beiseite.

Will man das Thema aussitzen, bis die derzeitigen Pensionisten
gestorben sind? Die Regierung sollte nicht vergessen, dass nicht nur
die betroffenen Pensionisten sondern auch die Viertelmillion ebenso
geschädigter Anwartschaftsberechtigter Wähler sind, die - wenn nichts
geschieht - vor den Trümmern eines planbaren Lebensabends stehen.

Rückfragehinweis:
Günter Braun, Pressesprecher des
PEKABE - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
Mailto: [email protected]
Tel. 0699 - 111 58 699

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