Demonstration für Gesundheitsreform

Linz (OTS) - Dem Aufruf der Gewerkschaft Vida, für eine Gesundheitsreform zu demonstrieren, sind heute mehr als 1.500 Beschäftigte, PatientInnen und ÄrztInnen gefolgt. Die Beschäftigten haben lautstark ihren Unmut darüber geäußert, dass sich die Parteien auf eine Spitalsreform geeinigt haben, ohne die Beschäftigten eingebunden zu haben.

Durch die heftige Reaktion der BetriebsrätInnen hat sich Landeshauptmann Pühringer bereit erklärt, die Gewerkschaft Vida und die BetriebsrätInnen zu empfangen. Bei diesem Gespräch wurde dem Landeshauptmann das Forderungsprogramm der Betriebsräte sowie 150.000 Unterschriften überreicht. Pühringer sagte definitiv zu, dass es zu keinerlei Kündigungen aufgrund der Spitalsreform kommen werde. Der Landeshauptmann sagte auch zu, sich in Bereichen, in denen er nicht direkt zuständig ist, dafür einsetzen, dass diese Vereinbarung eingehalten wird.

Mit der Streichung von Spitalsbetten ist weder den Beschäftigten noch den PatientInnen geholfen. Das Beschränken der Reform auf einen Betten-Abbauplan greift zu wenig weit. Da wichtige Themen, wie etwa die finanzielle Absicherung von Ambulanzen oder Ausweichmöglichkeiten auf HausärztInnen, in der jetzigen Spitalsreform nicht berücksichtigt werden, wird es durch die Streichung von 9 Prozent der Spitalsbetten nicht zu einem geringeren PatientInnenzulauf, sondern lediglich zu einem Personalabbau kommen. Für die Beschäftigten in den Krankenhäusern wird diese Betten- und Personalreduktion zu einer weiteren psychischen und physischen Belastung führen. Die DemonstrantInnen - die TeilnehmerInnen kamen zu 80 Prozent aus dem Gesundheitsbereich - machten daher auf vielen Transparenten auf ihre Interessen aufmerksam.

Bei der Abschlusskundgebung, bei der auch PolitikerInnen aller Parteien anwesend waren, wies der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Vida, Reinhold Entholzer, ausdrücklich darauf hin, dass es nur aufgrund der Mobilisierung der BetriebsrätInnen zu einem Umdenken in der Politik gekommen ist. Er forderte die Demo-TeilnehmerInnen auf, sehr wachsam zu sein, damit die versprochenen Zusagen auch eingehalten werden. Der ÖGB-Vorsitzende Johann Kalliauer wies darauf hin, dass es nur durch starke BetriebsrätInnen und Beschäftigte in Zukunft möglich sein wird, unser Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten. Er kündigte auch an, dass sich - sollten die Zusagen nicht eingehalten werden - der gesamte ÖGB zu Wort melden wird: "Wir werden in Zukunft genau in den einzelnen Krankenhäusern beobachten, wie die Gesundheitsreform umgesetzt wird."

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Tel.: 0664/6145794
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