- 08.06.2011, 13:42:21
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Blecha: Staatliche Prämie bei privater Pensionsvorsorge ist "hinausgeschmissenes Geld"
Stattdessen Alleinverdiener-Absetzbetrag wieder einführen
Wien (OTS) - "Ich fordere für die Zukunft die Streichung der
staatlichen Förderung der unrentablen privaten Pensionsvorsorge!
Allein im Jahr 2010 zahlte der Staat, also der Steuerzahler 90
Millionen Euro für die staatliche Prämie, die ausschließlich für
Werbung und Verwaltung der Versicherungen und Banken aufgeht. Dafür
kann und darf es kein Geld geben. Stattdessen soll dieses Geld für
die Wiedereinführung des Alleinverdiener-Absetzbetrages verwendet
werden", erklärte heute der Präsident des Pensionistenverbandes
Österreichs, Karl Blecha bei einer Vorstands-Sitzung der größten
österreichischen Pensionistenvereinigung.
"Die private Pensionsvorsorge, von Schüssel und Grasser
konzipiert, ist eine reine Abzocke! 40 Prozent der 1,5 Millionen
Polizzen, also 600.000 Privatpensionsverträge erlitten und erleiden
Verluste, die nicht mehr einzuholen sind. Wenn die Leute das Geld auf
einem ganz normalen Sparbuch angelegt hätten, hätten sie wenigstens
etwas davon gehabt", empört sich Blecha.
Der PVÖ-Präsident sprach davon, "dass den hauptsächlich jungen
Menschen 'Sand in die Augen gestreut wurde', weil Ihnen die private
Vorsorge als Allheilmittel angepriesen wurde. Heute wissen wir, dass
es reine Geldvernichtung war. Dieses Geld geht uns beim sicheren
staatlichen Pensionsystem ab", so Blecha. Immerhin wurden seit dem
Jahr 2003 an staatlicher Förderung für die Privatpension 500
Millionen Euro ausbezahlt. "Sie ist allerdings nicht bei den jungen
Menschen gelandet, sondern bei den Banken und Versicherungen: daher
muss diese staatliche Prämie bei der Privatpension bei neuen
Verträgen gestrichen werden und stattdessen für die Wiedereinführung
des Alleinverdienerabsetzbetrages und das sichere staatliche
Pensionssystem verwendet werden", so Blecha abschließend.
Rückfragehinweis:
Andy Wohlmuth
Pensionistenverband Österreichs
Tel.: 0664-4836138
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