Blecha: Staatliche Prämie bei privater Pensionsvorsorge ist "hinausgeschmissenes Geld"

Stattdessen Alleinverdiener-Absetzbetrag wieder einführen

Wien (OTS) - "Ich fordere für die Zukunft die Streichung der staatlichen Förderung der unrentablen privaten Pensionsvorsorge! Allein im Jahr 2010 zahlte der Staat, also der Steuerzahler 90 Millionen Euro für die staatliche Prämie, die ausschließlich für Werbung und Verwaltung der Versicherungen und Banken aufgeht. Dafür kann und darf es kein Geld geben. Stattdessen soll dieses Geld für die Wiedereinführung des Alleinverdiener-Absetzbetrages verwendet werden", erklärte heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha bei einer Vorstands-Sitzung der größten österreichischen Pensionistenvereinigung.

"Die private Pensionsvorsorge, von Schüssel und Grasser konzipiert, ist eine reine Abzocke! 40 Prozent der 1,5 Millionen Polizzen, also 600.000 Privatpensionsverträge erlitten und erleiden Verluste, die nicht mehr einzuholen sind. Wenn die Leute das Geld auf einem ganz normalen Sparbuch angelegt hätten, hätten sie wenigstens etwas davon gehabt", empört sich Blecha.

Der PVÖ-Präsident sprach davon, "dass den hauptsächlich jungen Menschen 'Sand in die Augen gestreut wurde', weil Ihnen die private Vorsorge als Allheilmittel angepriesen wurde. Heute wissen wir, dass es reine Geldvernichtung war. Dieses Geld geht uns beim sicheren staatlichen Pensionsystem ab", so Blecha. Immerhin wurden seit dem Jahr 2003 an staatlicher Förderung für die Privatpension 500 Millionen Euro ausbezahlt. "Sie ist allerdings nicht bei den jungen Menschen gelandet, sondern bei den Banken und Versicherungen: daher muss diese staatliche Prämie bei der Privatpension bei neuen Verträgen gestrichen werden und stattdessen für die Wiedereinführung des Alleinverdienerabsetzbetrages und das sichere staatliche Pensionssystem verwendet werden", so Blecha abschließend.

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Andy Wohlmuth
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