• 06.06.2011, 12:15:03
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Plass/Grüne Wirtschaft: "Kompletter Kassasturz aller Wirtschaftskammer-Veranlagungen!"

Volle Transparenz und verbindliche Nachhaltigkeitskriterien gefordert!

Wien (OTS) - "Was herauskommt, wenn die Wirtschaftskammer 'ihr
Geld arbeiten' lässt, wird uns dank diverser Medienberichte immer
wieder vor Augen geführt. Nur: Wie viele Finanzleichen hat die Kammer
noch im Keller?", fragt Volker Plass, Bundessprecher der Grünen
Wirtschaft. "Wir fordern einen kompletten Kassasturz und totale
Transparenz bei allen Veranlagungen der gesamten Kammerorganisation!"

Wie letzte Woche durch einen Bericht des Wirtschaftsmagazins "FORMAT"
bekannt wurde, haben die Wirtschaftskammer Wien, die
Wirtschaftskammer Österreich und die Kammer-Pensionskasse durch ein
extrem fragwürdiges Investment bei der R-Quadrat Immobiliengruppe bis
zu 20 Millionen Euro verspekuliert (WKW 12 Mio. Euro, Pensionskasse
7,4 Mio. Euro, WKÖ 1 Mio. Euro).

"Das ist ja nicht der erste Fall, wo Beiträge der Kammermitglieder
oder Gelder der Pensionskasse verzockt werden. Und erst, wenn es
nicht mehr zu verheimlichen ist, kommen derartige Fälle verschämt an
die Öffentlichkeit", so Plass.

Die Grüne Wirtschaft fordert die Umsetzung eines
3-Punkte-Sofortpakets:

1. Detaillierte Offenlegung aller Wirtschaftskammer-Veranlagungen
inklusive einer vollkommen transparenten Risikobewertung aller
Investments. Sowohl die Mitglieder, die hohe Umlagen zahlen, als auch
die MitarbeiterInnen, die um Teile ihrer Pension fürchten, haben ein
Recht zu wissen, was mit ihren Geldern geschehen ist!

2. Umfassende Einbeziehung der Oppositionsfraktionen der Kammer. Es
kann nicht sein, dass einzig der ÖVP-Wirtschaftsbund die Details
kennt und alle anderen Fraktionen derartige Skandale ausschließlich
aus der Zeitung erfahren.

3. Grundlegende Neuausrichtung des Veranlagungs-Managements der WKO.
Anstatt mit hochspekulativen Produkten vollkommen unrealistischen
Renditevorgaben hinterher zu laufen, fordern wir eine ethische und
sichere Vermögensverwaltung, die Erarbeitung verbindlicher
Nachhaltigkeitskriterien sowie eine vollständige Trennung von
Risikomanagement und Veranlagung.

"Die österreichischen UnternehmerInnen sind Pflichtmitglieder der
Wirtschaftskammer. Diese Pflicht der Mitglieder bedingt eine
Verpflichtung der Kammerspitze, mit dem ihr anvertrauten Geld
besonders sorgsam umzugehen. Investments, die zu einem 100%-igen
Ausfall führen können, haben mit Verantwortung sicher nichts zu tun.
So ein Handeln erfordert Konsequenzen!", meint Plass abschließend.

Rückfragehinweis:
Volker Plass, Tel. 0676 / 303 22 60

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