- 26.05.2011, 10:02:30
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"Vorrang für 100% Erneuerbare E-Mobilität"
Greenpeace, Klimabündnis und VERBUND fordern gesetzlichen Fahrplan für E-Mobilität
Wien (OTS) - Vor einer drohenden Fehlzündung bei der
Mobilitätsentwicklung warnten heute Greenpeace, Klimabündnis und
VERBUND in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Der Grund für die
ungewöhnliche Allianz: Die Forderung nach Vorrang und mehr Tempo für
E-Mobilität betrieben mit Strom aus hundert Prozent Erneuerbaren
Energien. "Es braucht einen gesetzlichen Fahrplan, der in erster
Linie sicherstellt, dass Elektrofahrzeuge ausschließlich mit Strom
aus Erneuerbaren Energien betrieben werden, sonst droht der
Fortschritt zum ökologischen Rückschritt zu werden", sind sich
Umweltorganisationen und Energieversorger einig. Eine gemeinsame
Studie, die bis Herbst dieses Jahres erarbeitet wird sowie die
Initiative zu einem Elektromobilitätsgipfel sollen den politischen
Prozess unterstützen.
Zu den zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zählt ein
weltweit steigender Energiebedarf, dem wir möglichst umweltschonend
begegnen müssen. Die Art und Weise, wie wir uns zukünftig bewegen,
wird zudem einen großen Einfluss auf die Gestaltung unseres
Lebensraums haben. Mit der Entwicklung der Elektromobilität geht die
wichtige Chance auf eine deutliche Reduktion von Energieverbrauch und
Emissionen im Verkehrsbereich einher. "In den Jahren 1990 bis 2010
stiegen die CO2-Emissionen im Verkehrssektor um rund 56 Prozent,
dieser Entwicklung muss dringend entgegengewirkt werden", weiß
Klimabündnis-Geschäftsführer Peter Molnar und betont: "Nur wenn die
Stromherkunft aus Erneuerbaren Energien sicher gestellt ist, kann der
Mobilitätswandel den positiven ökologischen Effekt erfüllen, den man
sich von ihm verspricht."
"Fundierte Studien belegen, dass hundert Prozent Strom aus
Erneuerbaren Energien für E-Autos machbar und realistisch sind und
Vorteile für Kunden, Umwelt, Politik und Wirtschaft haben",
bekräftigt VERBUND-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber. "Mit
einer klaren Regelung im Elektromobilitätsbereich kann nicht nur eine
bedeutende Verringerungen der CO2-Emissionen aus dem Verkehr, bessere
Luft und weniger Lärm erzielt werden, wir sind damit auch
gleichzeitig in der Lage, die EU-Klimaziele zu erfüllen. Die fossilen
Ressourcen können im Energiebereich zurückgedrängt und damit
Abhängigkeiten reduziert werden, was insgesamt einen Wachstumsimpuls
für alle Marktteilnehmer ergibt", so Anzengruber.
Beim Umsetzungsprozess ist jetzt sowohl auf österreichischer als auch
auf europäischer Ebene maximales Tempo gefragt. "Es braucht dringend
klare Regelungen zur Stromherkunft für Elektromobilität, und das auf
Bundes- und EU-Ebene. Wenn die österreichische Bundesregierung weiter
mit angezogener Handbremse fährt, verkommt die vermeintlich saubere
Mobilitätslösung zum Etikettenschwindel", so
Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit und warnt davor diese
ökologische und industriepolitische Chance zu vergeuden. Er zeigt
sich außerdem enttäuscht darüber, dass Österreich seine Möglichkeit
in puncto Elektromobilität eine europäische Vorreiterrolle zu spielen
nicht wahrgenommen hat: "Die österreichische Bundesregierung scheint
sich in ihrer Beobachterrolle zu wohl zu fühlen, als dass sie endlich
die Chance ergreift in der Europapolitik das System vorzugeben", so
Egit.
Damit Österreich in puncto E-Mobilität den richtigen Weg einschlägt,
fordern Greenpeace, Klimabündnis und VERBUND zu raschem Handel auf
und regen - nicht zuletzt an die österreichische Bundesregierung
gerichtet - einen E-Mobilitätsgipfel an. "Spätestens im Herbst muss
es zielführende Gespräche geben. Wir haben bereits eine
wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben, die zeigen wird, wie ein
erfolgreiches System zur Einführung einer zu hundert Prozent
Erneuerbaren Elektromobilität aussehen soll", so Anzengruber, Egit
und Molnar abschließend zum zeitlichen Rahmen.
Weiterführende Informationen und Bildmaterial finden Sie online unter
http://www.greenpeace.org/austria/presse/presseaussendungen/Klima/vor
rang-fuer-erneuerbare-e-mobilitaet/
(Bildmaterial, Grafiken und weiterführende Informationen)
http://www.verbund.com/cc/de/news-presse/mediathek (Fotos und
Grafiken)
http://www.verbund.com/cc/de/news-presse (aktuelle Presseaussendung)
Rückfragehinweis:
Melanie Aldrian, Pressesprecherin Greenpeace; Tel.: +43-664-6126725
Jurrien Westerhof, Energieexperte Greenpeace, Tel.: +43-664-6126701
Ines Schurin, Mediensprecherin VERBUND, Tel.: +43-664-8285983
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