• 24.05.2011, 08:13:32
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Umweltdachverband fordert erneut Beschluss im Ministerrat zum "Aus für Atomstromhandel"!

- UWD an BK Faymann und Vizekanzler Spindelegger: Stoppen Sie endlich den Atomstromhandel des Staatskonzerns Verbund

Wien (OTS) - UWD empört über Anzengrubers Aussage im "Trend":
"Ökostrom verschmutzt Verbund-Stromnetze!"
- Regierung muss Verbund-Chef Anzengruber abberufen

"Die staatliche Verbundgesellschaft importiert über ihr 380
KV-Leitungsnetz heute wiederum riesige Mengen an Atomstrom aus
Temelin und Dukovany in unser Land und die Bundesregierung unternimmt
nichts gegen diesen unverantwortlichen Atomstromhandel! Die
Verbund-Geschäftspraktiken schaden der E-Wirtschaft in Österreich und
sind eine Verhöhnung der Antiatom-Politik der Bundesregierung. Der
Umweltdachverband fordert daher Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler
Spindelegger zum wiederholten Mal auf, endlich einen
Ministerratsbeschluss zu fassen und den definitiven Ausstieg aus dem
Atomstromhandel der staatseigenen Verbundgesellschaft festzulegen.
Wir werden in dieser Sache nicht locker lassen", sagt Gerhard
Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.

Verbund-Boss Anzengruber entpuppt sich als ablösereifes
Strom-Fossil
Die staatliche Verbundgesellschaft handelt und verkauft ein
Vielfaches der Eigenerzeugung. Dafür kauft sie auf den Strombörsen
schmutzigen Strom ein. Darüber hinaus betreibt der Verbund
Derivatgeschäfte (Future- und Forwardkontrakte) mit dem vierfachen
Volumen der Verbund-Wasserkraft. "Herr Anzengruber, legen Sie endlich
offen, wie viel Atomstrom durch ihre Hände und durch Österreichs 380
KV-Leitungsnetz fließt", fordert Heilingbrunner, der sich erschüttert
über Anzengrubers Aussagen im jüngsten Trend, wonach der Ökostrom aus
Wind- und Solaranlagen nur die Stromnetze verschmutze, zeigt.
"Angesichts der Herausforderungen, vor der Österreich im
Energiebereich steht, sind Anzengrubers Äußerungen absolut untragbar.
Anzengruber verabsäumt damit den Anschluss an zukünftige
Ökotechnologien und steht für die veraltete Energiepolitik der 70er
und 80er Jahre, wo Verbund-Chef Fremuth den thermo-hydraulischen
Verbund - bestehend aus vielen kalorischen Kraftwerken, die die
mangelnde Stromproduktion bei Wasserkraftwerken im Winter und bei
Trockenheit abdecken sollten - propagierte. Herrn Anzengruber sei ins
Stammbuch geschrieben: Unsere Netze sind nicht mit Ökostrom, sondern
mit Atomstromimporten Ihrer Verbundgesellschaft verschmutzt!", so
Heilingbrunner, der abschließend an Faymann und Spindelegger
appelliert: "Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrter Herr
Vizekanzler, berufen Sie Anzengruber ab und machen Sie aus der
staatlichen Verbundgesellschaft ein modernes Ökoenergieunternehmen,
das durch vernünftige Investitionen in die Zukunft - Millionen in
Gasdampfkraftwerke oder dubiose Beteiligungen im Ausland zu
versenken, zählt sicher nicht dazu! - zu einem europäischen
Musterunternehmen in Sachen Nachhaltigkeit wird!"

Rückfragehinweis:

Umweltdachverband
   Dr.in Sylvia Steinbauer
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: (++43-1)40113/21
   mailto:[email protected]
   http://www.umweltdachverband.at

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