• 20.05.2011, 10:16:08
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Zukunft der europäischen Integration - volkswirtschaftliche Aspekte

39. Volkswirtschaftliche Tagung der Oesterreichischen Nationalbank, 23. und 24. Mai 2011

Wien (OTS) - Die europäischen Institutionen und der europäische
Einigungsprozess wurden im Zuge der jüngsten Finanz-, Wirtschafts-
und Schuldenkrisen vor große Herausforderungen gestellt. Der Euro hat
zum einen den europäischen Integrationsprozess gefördert und die
Länder des Euroraums vor Wechselkursschwankungen innerhalb des
Euroraums geschützt. Zum anderen hat die Krise aber auch Mängel bei
den Verfahren zur Gewährleistung nachhaltiger Staatshaushalte, bei
der Regulierung und Aufsicht der Finanzsysteme sowie bei den
nationalen struktur- und wachstumspolitischen Strategien aufgezeigt.
Vor diesem Hintergrund werden bei der 39. Volkswirtschaftlichen
Tagung langfristige Wirkungen der Krise auf den europäischen
Einigungsprozess beleuchtet.

Auch heuer bringt die Konferenz hochkarätige nationale und
internationale Experten und Praktiker aus Politik, Wirtschaft und
Finanzwesen sowie der Wissenschaft zusammen. Nach Eröffnungsworten
von OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny wird Bundesminister Rudolf
Hundstorfer am Morgen des ersten Konferenztages kommende
Herausforderungen für die europäische Integration erörtern. Mit
Spannung wird auch der anschließende Vortrag von EU-Wirtschafts- und
Währungskommissar Olli Rehn zu den neuen wirtschaftspolitischen
Rahmen-bedingungen in der EU erwartet. Im Anschluss wird der bekannte
britische Wirtschaftsjournalist Martin Wolf, Financial Times, seine
Visionen für eine künftige europäische Wachstums- und
Beschäftigungspolitik darlegen.

Die Reform des Stabilitäts- und Wachstumspaktes steht im Zentrum
der ersten Podiumsdiskussion mit Professor Wolfgang Franz (Centre for
European Economic Research, Mannheim) und Forschungsgruppenleiterin
Daniela Schwarzer (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin). "Wird
die reformierte Banken- und Finanzmarktaufsicht künftige Krisen
verhindern können? Gehen die Reformen weit genug?" Diesen Fragen
widmen sich am Nachmittag EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini
Smaghi, Professor David T. Llewellyn (Loughborough University,
Leicestershire), Professor Hans-Helmut Kotz (Universität Freiburg)
und Professor Andreas Pfingsten (Universität Münster). Thomas Wieser,
Sektionschef im Bundesministerium für Finanzen und langjähriger
Präsident des Wirtschafts- und Finanzausschusses der EU, wird am
Abend beim Kamingespräch in lockerer Atmosphäre seine Einschätzung zu
aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen in der EU abgeben.

Der zweite Konferenztag steht ganz im Zeichen realwirtschaftlicher
Herausforderungen. Zunächst skizziert die ehemalige IWF-Chefökonomin
Professor Anne O. Krueger (Johns Hopkins University, Washington)
Optionen für eine Reform der künftigen Weltwirtschaftsordnung und der
diesbezüglichen Institutionen wie IWF oder G20. Sektionschef Thomas
Wieser diskutiert Herausforderungen für eine verbesserte
wirtschaftspolitische Koordinierung im Euroraum. Das Schlusspanel mit
Professor Harald Badinger (Wirtschaftsuniversität Wien) und Professor
Stefan Collignon (Scuola Superiore Sant' Anna, Pisa) widmet sich der
zentralen Frage nach einer neuen europäischen Wachstumsstrategie.

Rückfragehinweis:

Oesterreichische Nationalbank
   Dr. Christian Gutlederer
   Pressesprecher
   Tel.: (+43-1) 404 20-6609
   mailto:[email protected]
   www.oenb.at

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