- 19.05.2011, 10:13:53
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Gabriele Heinisch-Hosek: "Wir sind noch lange nicht am Ziel"
Bundesministerin Heinisch-Hosek bei Diskussionsveranstaltung zur Gleichstellung im Haus der Europäischen Union
Wien (OTS) - "Wir haben in Österreich immer noch traditionell
verankerte Rollenbilder, daher brauchen wir auch immer wieder
beispielhafte Impulse aus der Europäischen Union", sagte
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei der gestrigen
Diskussionsveranstaltung des Europa Club Wien unter dem Thema "Europa
auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter" im Haus der
Europäischen Union in Wien.
"Schon in den Gründungsverträgen von Rom aus dem Jahr 1957 wurde die
Gleichstellung von Männern und Frauen gefordert. Dies war unter
anderem der Anstoß für das in Österreich seit 1979 geltende
Gleichbehandlungsgesetz. Zuvor war es üblich, dass Männer und Frauen
für gleichwertige Arbeit unterschiedlich bezahlt werden durften",
sagte die Ministerin.
In den letzten drei Jahren seien von der Regierung bereits viele
wichtige Forderungen umgesetzt worden. "Wir haben beispielsweise
17.700 Kinderbetreuungsplätze und im Zuge dessen 6.000 Arbeitsplätze,
vor allem für Frauen, geschaffen." Dennoch habe man die
Barcelona-Ziele, die für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen
Betreuungsplatz vorsehen, noch nicht erreicht. "Hier haben wir
jedenfalls noch Nachholbedarf. Doch ich werde weiterhin an den
nötigen Schrauben drehen, damit Eltern, insbesondere Frauen, optimale
Bedingungen für die Arbeitswelt vorfinden", betonte Heinisch-Hosek.
Die tatsächliche Gleichstellung zwischen Männern und Frauen wurde
sogar in der Bundesverfassung verankert. Das führe etwas auch dazu,
dass die Regierung beim Budget darauf achte, dass die finanziellen
Mittel Frauen und Männern gleichermaßen zugute kommen. "Besonders
stolz bin ich auch auf das Inkrafttreten der Einkommenstransparenz,
die seit 1. März Unternehmen ab 1.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern dazu verpflichtet, Einkommensberichte vorzulegen."
Dieses Gesetz werde Österreich in der EU nach vorne bringen.
"Ich will jene Bedingungen schaffen, damit Frauen in Österreich
wirtschaftlich unabhängig sind. Das heißt auch, die Einkommensschere
zu schließen und die Rollenbilder in den Köpfen der Menschen
aufzubrechen. Österreich und Europa sind in der
Gleichstellungspolitik auf einem guten Weg. Jetzt heißt es, diesen
Rückenwind zu nützen, denn wir sind noch lange nicht am Ziel", sagte
die Frauenministerin abschließend.
Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.
Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149, 0664/610 62 76
mailto:[email protected]
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