- 17.05.2011, 11:14:45
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uniko-Appell an Parlament: "Sie tragen Verantwortung für Zukunft der Unis!"
Offener Brief der Universitätenkonferenz an alle Abgeordneten des Nationalrats
Wien (OTS) -
Sehr geehrte Frau Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Abgeordneter!
Der Nationalrat wird morgen, Mittwoch, den Bundesfinanzrahmen 2012
bis 2015 verabschieden. Dieser wird unter anderem die Obergrenzen der
Ausgaben des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung und
somit zum weitaus überwiegenden Teil für die Universitäten in den
kommenden vier Jahren festschreiben.
Die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) hat in den
vergangenen Monaten die Bundesregierung, aber auch die Öffentlichkeit
wiederholt darauf hingewiesen, dass die Universitäten mit den
vorgesehenen Summen allein schon auf Grund der Inflation ab 2013
einen realen Budgetverlust von etwa zehn Prozent hinnehmen müssten.
Das heißt: Für die nächste Leistungsvereinbarungsperiode von 2013 bis
2015 fehlen den öffentlichen Universitäten zur Aufrechterhaltung des
Betriebes rund 300 Millionen Euro jährlich; die erforderliche
Aufstockung des Hochschulbudgets, um dieses bis 2020 an die zwei
Prozent des Bruttoinlandsproduktes heranzuführen - wie vom
Nationalrat mehrfach in Entschließungen gefordert - ist in diesen
Summen noch gar nicht berücksichtigt.
Die Fehlbeträge ab 2013 werden durch die im Herbst 2010
beschlossenen "Offensivmittel" für die Hochschulen nur zu einem
geringen Teil kompensiert. Sollte daher die derzeitige Planung des
Bundesfinanzrahmens beibehalten werden, sind einschneidende Maßnahmen
vor allem im Personalbereich unausweichlich, deren schrittweise
Umsetzung bereits jetzt einzuleiten wäre.
Die Universitätenkonferenz möchte Sie, sehr geehrte Damen und
Herren Abgeordnete, darauf aufmerksam machen, dass Sie persönlich bei
der morgigen Abstimmung die Verantwortung dafür übernehmen, welchen
Stellenwert die Universitäten im neuen Jahrzehnt auch im
internationalen Vergleich einnehmen werden. Der vorliegende
Bundesfinanzrahmen ist jedenfalls nicht geeignet, eine gedeihliche
Zukunft für Österreichs Universitäten sicher zu stellen. Setzen Sie
doch bitte ein Zeichen, dass Ihnen das Wohlergehen und die Bedeutung
der Hohen Schulen tatsächlich ein Anliegen ist und erwirken Sie eine
Gesetzesänderung, die dem Mindestbedarf der Universitäten Rechnung
trägt.
Mit freundlichen Grüßen
Univ.Prof. Dr. Hans Sünkel
Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz
Rückfragehinweis:
Manfred Kadi Referent für Öffentlichkeitsarbeit Österreichische Universitätenkonferenz Floragasse 7/7 , 1040 Wien Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24 Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22 Email: [email protected] Homepage: www.uniko.ac.at
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