Gabriele Heinisch-Hosek: "Wirtschaftskrise verstärkt Frauenarmut"

Wien (OTS) - "Weibliche Armut ist eine europaweite Problematik. In Österreich sind davon 196.000 Frauen betroffen. Diese Zahl fordert heraus und zeigt deutlich, welchen Weg wir gehen müssen. Denn die Wirtschaftskrise, die noch lange nicht vorbei ist, hat viele Frauen zusätzlich in die Armut gedrängt", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gestern, Montag, bei der Eröffnung der Diskussionsveranstaltung "Weibliche Armut - weibliche Armutsprävention?" in Wien. Am Podium diskutierten zu diesem Thema Margit Appel (KSOE, Armutskonferenz), Käthe Knittler (Ökonomin), Ulrike Sambor (attac), Renate Kamleithner (BMASK) und Sybille Pirklbauer (Arbeiterkammer).

Frauenpolitik fordere aber gleichzeitig auch immer Engagement in den Bereichen Wirtschaftspolitik, Finanzpolitik, Sozialpolitik und Arbeitsmarktpolitik. "In den letzten Jahren ist es gelungen, in einigen dieser Bereiche Tempo zu machen. Auch wenn wir schon vieles erreicht haben, kann ich noch immer nicht zufrieden sein. Es gibt Veränderung, aber es sind noch viele weitere Schritte nötig", so die Bundesministerin.

So müsste gleicher Lohn für gleiche Arbeit bezahlt werden, denn noch immer wäre es nicht selbstverständlich, dass Frauen und Männer für die gleiche Tätigkeit auch gleich entlohnt würden. Weiters sollte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Österreich soweit verbessert werden, dass Männer leichter Karenz in Anspruch nehmen können. Auch sei der Anteil von Frauen in Entscheidungspositionen noch lange nicht zufriedenstellend hoch. Von der an diesem Abend stattfindenden Diskussion wünschte sich die Frauenministerin "Nachwirkungen", die zur Beseitigung von Frauenarmut beitragen. Die Veranstaltung wurde von der Frauenhetz in Kooperation mit der Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst durchgeführt.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Telefon: +43 1 531 15-2149
julia.valsky@bka.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBU0001