• 10.05.2011, 09:39:39
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Umweltdachverband an BK Faymann und Vizekanzler Spindelegger: Schalten Sie den Verbund-Atomstromhandel endlich ab!

- Während des heutigen Ministerrates werden wieder 1.500 Megawatt Atomstrom über die 380 KV-Verbundleitungen importiert

Wien (OTS) - Umweltdachverband fordert Beschluss zum "Aus für
Atomstromhandel" im Ministerrat

Wien, 10.05.11 (UWD) "Tagtäglich glühen die 380 KV-Leitungen zwischen
Tschechien und Österreich, weil die staatliche Verbundgesellschaft
rund um die Uhr Atomstrom in riesigen Mengen aus den
Atomschrottmeilern in Temelin und Dukovany nach Österreich
importiert", so der Alarmschrei des Umweltdachverbandes und vieler
besorgter NGOs. Dieser Importhandel macht Österreichs Antiatompolitik
unglaubwürdig. "Während der heutigen Ministerratssitzung werden 1.500
Megawatt Atomstrom über das Verbundleitungsnetz nach Österreich
geschleust, doppelt soviel, wie nach Deutschland", sagt Gerhard
Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes. Die aktuellen
Zahlen werden von den Tschechen für die breite Öffentlichkeit im
Internet ausgewiesen:
http://www.ceps.cz/detail_eng.asp?cepsmenu=13&IDP=422&PDM2=427&PDM3=0
&PDM4=0 .
"Der Umweltdachverband fordert daher Bundeskanzler Werner Faymann und
Vizekanzler Michael Spindelegger auf, endlich einen
Ministerratsbeschluss zu fassen und den definitiven Ausstieg aus dem
Atomstromhandel der staatseigenen Verbundgesellschaft festzulegen",
so Heilingbrunner.

Verbund handelt mit subventioniertem Atomstrom aus Tschechien
Die Bundesregierung darf die unverantwortliche Stromhandelspraxis
heimischer Energieversorger, die überwiegend im öffentlichen
Mehrheitseigentum stehen, nicht länger hinnehmen! "Die staatliche
Verbundgesellschaft importiert über die 380 KV-Leitungen ihrer
Tochtergesellschaft APG Unmengen an Atomstrom. Die Republik
Österreich als Mehrheitseigentümer muss den Verbundvorstand anweisen,
die Atomstromimporte und den Atomstromhandel unverzüglich aus der
Geschäftsagenda zu streichen", erklärt Heilingbrunner.

Österreich ohne AKW, aber in den Leitungen fließt Atomstrom
"Die Verbundgesellschaft importiert und handelt täglich mit
Strommengen in der Größenordnung von 1.000 bis mehr als 2.300
Megawatt (das entspricht mehreren Donaukraftwerken), die aus den
schrottreifen tschechischen AKWs importiert und für
Billigstromangebote in Österreich, als Pumpstrom der
Speicherkraftwerke (unsere so genannten grünen Batterien in den
Alpen), sowie für den Stromhandel international verwendet werden",
sagt Heilingbrunner.

"Herr Bundeskanzler Faymann und Herr Vizekanzler Spindelegger: Die
Österreicherinnen und Österreicher fordern Sie zum entschiedenen
Handeln auf. Beschließen Sie im heutigen Ministerrat den Ausstieg aus
dem Atomstromhandel der staatseigenen Verbundgesellschaft. Ein
Beschluss des Ministerrates kann den Atomstromhandel sofort
unterbinden und den Eigentümervertreter der Republik Österreich, BM
Mitterlehner, als Mehrheitsaktionär binden, diesen Beschluss auch
wirklich durchzusetzen", so Heilingbrunner abschließend.

Rückfragehinweis:

Umweltdachverband
   Dr.in Sylvia Steinbauer
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: (++43-1)40113/21
   mailto:[email protected]
   http://www.umweltdachverband.at

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