- 07.05.2011, 15:06:52
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Protestantisches Abenteuer bei Kärntner Landesaustellung in Fresach
LH Dörfler, LHStv. Scheuch, LHStv. Kaiser, LR Martinz, LR Dobernig und LR Ragger bei Ausstellungseröffnung
Klagenfurt (OTS/LPD) - In Fresach wurde heute, Samstag, die
Kärntner Landesausstellung 2011 feierlich eröffnet. Unter dem Titel
"Glaubwürdig bleiben - 500 Jahre protestantisches Abenteuer"
berichtet sie bis 31. Oktober 2011 über das Leben der Evangelischen
in Kärnten. Es wird deren Bedeutung für die Entwicklung des Landes
herausgearbeitet, wie die Geschichte wird natürlich auch die
evangelische Kirche von heute präsentiert. Neben den wertvollen
Ausstellungsstücken soll auch ein weiträumiger Aktivbereich die
Besucher faszinieren. Geführt werden sie von Jugendlichen aus ganz
Kärnten, die sich zu "Guides" haben ausbilden lassen.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler strich in seiner Eröffnungsrede
die Ökumene als Vorbild auch für die Politik hervor und verwies in
diesem Sinne auf die Lösung der Kärntner Ortstafelfrage mit Respekt,
Anstand und Klugheit. Außerdem betonte er die Wichtigkeit von
kirchlichen Werten und Glaube. Die Besucher sollten nicht nur zur
Landesausstellung kommen um zu sehen, sondern auch um mitzunehmen.
Dörfler ging weiters auf Begriffe wie Schlichtheit und superreich
ein. Die sogenannten Superreichen würden oft viel Ballast mit sich
tragen. "Wer ist also wirklich der Superreiche", fragte der
Landeshauptmann und stellte verschiedene Werte einander gegenüber:
Privatjetfliegen oder Papierfliegerbasteln mit dem Sohn,
Supersportwagen oder Auszeit mit Wanderstock, Galadinner oder Jause
mit Freunden, Missen-Scheinwelt oder Muttertag mit der Familie?
Nach der großen Europaausstellung in St. Paul mit der
katholischen Kirche sei nun die Landesausstellung in Fresach ein
Dankeschön an die evangelische Kirche und die Diakonie, sagte der
Landeshauptmann. Er zeigte sich auch sicher, dass die Ausstellung die
Gemeinde und den ländlichen Raum stärken werde.
LHStv. Uwe Scheuch sagte, dass man in Kärnten Landesausstellungen
bewusst in den Regionen mache und dabei die Bürger einbinde. Auch
hier in Fresach spüre man die positive Verbundenheit der Menschen mit
der Ausstellung. Für LHStv. Peter Kaiser zeigt die Ausstellung, dass
man aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen könne. Toleranz und
Dialog könnten sehr viel bewegen. Gemeinde- und Tourismuslandesrat
Josef Martinz erwartet sich einen nachhaltigen Nutzen für Gemeinde
und Region. Kärnten zeige sich mit der Ausstellung in Geschlossenheit
und Aufbruchsstimmung.
Superintendent Manfred Sauer dankte besonders dem Land Kärnten
für die Unterstützung der Ausstellung. Hier sei ein Zentrum der
Begegnung gestaltet worden. Diakonie-Rektor Hubert Stotter dankte
allen Mitarbeitern, Unterstützern und den Fresachern. Er berichtete,
dass im Museumsshop und im Café auch Menschen mit Beeinträchtigung
als Klienten der Diakonie beschäftigt seien. Fresachs Bürgermeister
Walter Bernsteiner sieht die Gemeinde mit Landesausstellung,
Krebsenwandermeile und Mirnock im Aufwind.
Über die Ausstellung informierten weiters Projektleiter Johannes
Rampler, Projektsteuerer Axel Justin, Architektin Alexandra Fink,
Restaurator Markus Zechner, Ausstellungsgestalter Erich Woschitz,
Kurator Wilhelm Wadl, Militärsuperintendent Oskar Sakrausky als
Obmann des Museumsvereins und Udo Rainer von der Pfarrgemeinde
Fresach. Auch die jungen "Guides" kamen zu Wort.
Vor der Eröffnungsfeier zelebrierten Superintendent Manfred
Sauer, Bischof Alois Schwarz, Rektor Hubert Stotter und Bischof
Michael Bünker einen ökumenischen Gottesdienst. Der Gottesdienst und
der Festakt wurden vom Singkreis Fresach mitgestaltet. Für
Begeisterung sorgten die "Fresacher Kirchenmäuse", das sind
Kindergarten- und Volksschulkinder aus der Gemeinde, mit einem
Theaterstück. Die Volksschulkinder haben außerdem eigens für die
Ausstellung einen Trickfilm mit dem Titel "Der barmherzige Vater"
gedreht. Der Landeshauptmann lud sie als Dankeschön zu einer
Wörthersee-Schifffahrt und einen Besuch im Minimundus ein.
Am Nachmittag und Abend geht es noch mit einem Auftritt der
Mittelaltergruppe Friesach mit dem Stück "Reformation in Friesach"
(16.45 Uhr) und einem Konzert des Singkreises Oisternig (17.10 Uhr)
weiter. Um 18.00 Uhr hält Militärsuperintendent Oskar Sakrausky die
Abendandacht.
Die Ausstellung gliedert sich in vier Schwerpunkte: Semper
Reformanda (die Verbreitung der Reformation), Anpassung und
Widerstand (Zeit der Gegenreformation und Geheimprotestantismus),
Toleranz und Dialog sowie Mehrheiten und Minderheiten. Neben dem neu
gebauten Ausstellungsgebäude sind auch das einzigartige Bethaus, das
Pastorenhaus und die Kirche mit einbezogen. Mit der Landesausstellung
sind auch viele touristische und kulturelle Sehenswürdigkeiten in der
Region Millstätter See verbunden, von der Hundskirche Zlan bis zum
Granatium in Radenthein. Zudem haben die 33 evangelischen Gemeinden
Kärntens Kunstobjekte für einen eigenen Park beigesteuert. Auch ein
vielfältiges Rahmenprogramm wartet auf die Besucher.
Unter den zahlreichen Gästen der Eröffnungsfeier waren seitens
des Landes auch Kultur- und Finanzlandesrat Harald Dobernig,
Landesrat Christian Ragger und Landesamtsdirektor Dieter Platzer
anwesend.
(Infos unter www.landesausstellung011.at)
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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