vida-Haberzettl zu Privatisierungen: "ÖVP hat falsches Verständnis von Mut"

Wien (OTS/ÖGB) - "Die ÖVP hat ein völlig falsches Verständnis von Mut", so der stellvertretende Vorsitzende der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, Wilhelm Haberzettl, zu den heutigen Aussagen von ÖVP-Klubobmann Karl-Heinz Kopf, wonach "Mut" notwendig sei, "den Privatisierungsprozess des vergangenen Jahrzehnts aufzugreifen". Durch die Schließung eines weiteren Standortes, der unter der ehemaligen ÖVP-FPÖ-Regierung "ausverkauften" Austria Tabak, verlieren jetzt 320 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze. ****

"Ich fordere die ÖVP und Kopf auf, lieber mehr Mut beim Erhalt und der Schaffung von Arbeitsplätzen an den Tag zu legen." Kopf habe mit seiner damaligen Zustimmung im Nationalrat zu den schwarz-blauen Privatisierungen den Verlust dieser Arbeitsplätze mitzuverantworten, unterstrich Haberzettl am Donnerstag.

"Heute sorgen die noch nicht vollständig durchleuchteten Skandale im Umfeld der einstigen schwarz-blauen Privatisierungen bereits für eine erhebliche Auslastung der österreichischen Justiz", sagte Haberzettl. "Angesichts der erhobenen Vorwürfe gegen diverse Akteure dieser Zeit, kommt man zum Schluss, dass für das Winden in einem derartigen Morast tatsächlich einiges an Mut - wenn auch der falsche - notwendig war", bekräftigte Haberzett: "Mut darf in der Politik deshalb auf keinen Fall mit korrupter Energie verwechselt werden."

"Wenn man weiß, wie wichtig der gemeinwirtschaftliche Bereich in Österreich beispielsweise für SeniorInnen, PendlerInnen oder SchülerInnen ist, so kann man die heutigen Aussagen von Kopf im Fahrwasser der tragischen Ereignisse bei Austria Tabak nur als verantwortungslos bezeichnen und mit Kopfschütteln quittieren", schloss Haberzettl.

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft vida/Öffentlichkeitsarbeit
Hansjörg Miethling
Tel.: 01 53444 79 261
Mobil: 0664/61 45 733
Internet: www.vida.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0004