Uni-Budget: Sünkel erinnert Töchterle an Berechnungen seines Ressorts

Wien (OTS) - Die jüngsten Aussagen von Bundesminister Karlheinz Töchterle in Rundfunk- und Fernsehinterviews des ORF über die budgetäre Situation an den Universitäten lösen bei den Mitgliedern der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) Verwunderung aus. Speziell die Behauptung des neuen Wissenschaftsministers in der ZiB 2 am Mittwochabend, wonach manche Universitäten "nicht ganz schlüssige" Fehlbeträge prognostizierten, sind für uniko-Präsident Rektor Hans Sünkel absolut nicht nachvollziehbar: "Töchterle hat wiederholt selbst betont, dass es ab 2013 um 300 Millionen Euro pro Jahr mehr braucht, um auch nur den qualitativen Status quo der Universitäten zu halten." Ein ministerielles Wegschauen oder Wegreden wäre daher nicht geeignet, um die sich abzeichnende finanziell dramatische Lage der Universitäten zu verbessern, betont Sünkel.

Immerhin hat Töchterle die letzten Wochen und Monate vor seinem Amtsantritt als Ressortchef für Wissenschaft und Forschung die Berechnungen und einhelligen Forderungen der uniko mitgetragen und auch nach außen vertreten, wonach auf Basis des derzeitigen Bundesfinanzrahmens 2012 bis 2015 den Universitäten jährlich zusätzliche 300 Millionen Euro fehlen. Diese Summe wurde im Übrigen auch von Töchterles Vorgängerin im Wissenschaftsressort, Beatrix Karl, in der Größenordnung im Wesentlichen bestätigt. "Der Minister erweist damit weder sich noch den Universitäten einen Dienst, wenn er von diesen Zahlen zwei Wochen nach Amtsantritt abrückt und von Übertreibungen spricht", erklärt uniko-Präsident Sünkel.

Die Rektoren sehen im neuen Bundesminister nach wie vor einen Verbündeten für die Gespräche über die neue Leistungsvereinbarungsperiode und erwarten, dass Töchterle auch nach seinem Rollenwechsel das gemeinsame Anliegen, nämlich die angemessene finanzielle Ausstattung der Universitäten, unmissverständlich zum Ausdruck bringen wird.

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