- 04.05.2011, 12:41:36
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Jeder zehnte Städtetourist ist ein Tagungsgast
ACB und ÖW präsentieren Österreichische Kongressstatistik 2010

Wien (TP/OTS) - Das Austrian Convention Bureau (ACB) und die
Österreich Werbung (ÖW) präsentierten heute die bislang
umfangreichste und detaillierteste statistische Untersuchung der
heimischen Kongress- und Tagungsindustrie. Nach den ersten
statistischen Erhebungen im Jahr 2009 sind heuer mehr als doppelt so
viele Daten von der heimischen Kongress- und Tagungsbranche abgegeben
worden. Die Kongressstatistik 2010 liefert somit ein deutlich
repräsentativeres Ergebnis.
Insgesamt wurden im Jahr 2010 rund 6.000 Kongresse und
Firmentagungen mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 860.000 Personen
abgehalten. Statistisch betrachtet fanden damit pro Tag 16,7
Kongresse statt. Durch Kongresse und Firmentagungen wurden über 2
Millionen Nächtigungen erzielt. Der Nächtigungsanteil der
Tagungswirtschaft betrug 2010 mehr als 10 % im Städtetourismus und
knapp 2 % am gesamten österreichischen Tourismusmarkt. Das heißt,
jeder zehnte Gast ist auf Grund eines Kongresses oder einer Tagung in
der Stadt.
"Die Kongressstatistik untermauert die Kompetenz Österreichs als
eine der führenden Kongressdestinationen weltweit. Die vielen
nationalen und internationalen Gäste schätzen nicht nur unsere
Gastfreundschaft, sondern vor allem auch die ausgezeichnete
Angebotsqualität und Innovationskraft der heimischen Unternehmen. Die
aktuelle Kongressstatistik 2010 bestätigt aber auch die Bedeutung des
damit verbundenen touristischen Aufkommens - und zwar
saisonunabhängig und österreichweit. Vor allem in den
Landeshauptstädten ist das Kongress- und Tagungsgeschäft ein
wichtiger und gewinnbringender Wirtschaftszweig", erklärt Dr. Petra
Stolba, Geschäftsführerin der ÖW bei der heutigen Pressekonferenz.
Christian Mutschlechner, Präsident des ACB, meint zur neuen
Kongressstatistik: "In den nächsten Jahren sollen die Daten so
konsistent und detailliert aufbereitet werden, dass die Statistik
nachhaltig verwendet werden kann und eine wirtschaftliche Bewertung
der gesamten österreichischen Kongress- und Tagungsbranche sowie ein
fortlaufender Jahresvergleich möglich sein wird. Wir werden hart
daran arbeiten, um dieses Ziel zu erreichen und danken schon jetzt
unseren Partnern, insbesondere den Convention Bureaus, für die
Mithilfe."
Kongresse und Firmentagungen im Vergleich
Im letzten Jahr fanden insgesamt 2.458 Kongresse in Österreich
statt. Davon waren 60 % national und 40 % international. Bei den
3.705 Firmentagungen ist der nationale Anteil noch ausgeprägter,
nämlich 73 %. Hinsichtlich der durchschnittlichen Teilnehmerzahl sind
Kongresse viermal größer als Firmentagungen.
Zwar haben mehr nationale Kongresse stattgefunden, internationale
Veranstaltungen dieser Art weisen aber eine vielfach höhere
Teilnehmerzahl auf. Demzufolge wurde ein Großteil der Nächtigungen
hauptsächlich durch internationale Kongresse generiert. Ein
internationaler Kongressgast bleibt im Durchschnitt 4,5 Nächte, ein
österreichischer hingegen nur 1,2 Nächte.
Die beliebtesten Tagungslocations und -themen
Universitäten und Bildungseinrichtungen sind mit einem Anteil von
rund 25 % die beliebtesten Austragungsorte von Kongressen. An zweiter
Stelle rangieren Kongress-, Messe- und Veranstaltungszentren mit
knapp 24 %, gefolgt von Kongress- und Konferenzhotels mit 23 %.
Worüber wird am meisten getagt? Hier dominieren eindeutig
medizinische Themen (30 %) gefolgt von Wirtschaft & Politik (21 %)
sowie Geisteswissenschaften (12 %). Während bei diesen Kongressthemen
die Teilnehmer überwiegend aus dem Inland kommen, weisen Technik- und
IT-Kongresse mehr internationale Teilnehmer auf.
Kongresse stärken die Nebensaisonen
In der Monatsverteilung 2010 kristallisierte sich der Herbst als
der beliebteste Zeitraum für Kongresse heraus. Der September ist mit
rund 13,1 % der Spitzenmonat, gefolgt von den Monaten November 12,8
%, Oktober 12,1 %, Mai 11,4 % und April 10,4 %. Dieses Ergebnis
beweist, dass Kongresse und Tagungen nicht nur saisonunabhängig sind,
sondern gerade die saisonschwachen Monate, wie z.B. Oktober oder
November "auffetten" und damit für den österreichischen Tourismus
enorm wichtig sind.
Bundesländerranking: 62 % in den Bundesländern - 38 % in Wien
Wien nimmt mit 935 Kongressen nach wie vor die Führungsposition im
Vergleich der Bundesländer ein. 2010 entfielen 38 % auf Wien und 62 %
auf die restlichen Bundesländer. Wien hat damit in der Statistik die
Nase vorne, allerdings nicht so deutlich wie vielleicht angenommen.
Nach der Bundeshauptstadt folgen die Bundesländer Tirol mit 302
Kongressen und Salzburg mit 290 Kongressen.
Auch bei den Firmentagungen liegt Wien mit rund 2.000 Tagungen an
erster Stelle, gefolgt von Oberösterreich mit 545 und Tirol mit 342
Tagungen. Werden nur die Teilnehmerzahlen in Betracht gezogen, so
liegt auch hier Wien mit großem Abstand voran, gefolgt von Salzburg
und Tirol.
Städte als Sieger im Kongressranking
Kongresse sind eindeutig in Städten zu Hause. So wurden 71 % der
österreichweiten Kongresse 2010 in Landeshauptstädten abgehalten.
Während die gesamte Tagungswirtschaft (Kongresse und
Firmentagungen) einen Anteil am Tourismus in Österreich von 1,74 %
hat, beträgt der Anteil in den Landeshauptstädten stolze 10,21 %. Die
Nummer eins ist und bleibt Wien als führende Hauptstadt von
Kongressen und Firmentagungen. Danach rangiert die Stadt Salzburg -
sowohl was die Anzahl an Veranstaltungen als auch an Teilnehmern
betrifft. Auf den weiteren Plätzen folgen Innsbruck bzw. Graz.
Betrachtet man die Nächtigungen, so verzeichnet Wien über eine
Million Kongress-Nächtigungen, gefolgt von Tirol mit rund 198.100 und
Salzburg mit rund 152.700. Danach rangieren die Steiermark und
Oberösterreich.
Was den Anteil der Kongressnächtigungen an den Gesamtnächtigungen
in den Landeshauptstädten betrifft, so liegt Graz an erster Stelle.
9,81 % aller Nächtigungen in Graz entfallen auf Kongressgäste. Knapp
dahinter liegt Wien mit 9,7 %. Den dritten Platz nimmt St. Pölten mit
rund 8,95 % ein.
Vergleich 2009/2010: weniger internationale Teilnehmer, kürzere Dauer
Generell sind die hohen Steigerungsraten bei Kongressen und
Firmentagungen auf die gestiegene Meldemoral der Kongress- und
Tagungsbranche zurückzuführen. Rund 1.100 Tagungslocations in der
Datenbank der österreichischen Kongressstatistik haben 2010
Veranstaltungen gemeldet - das bedeutet gegenüber 2009 eine
Steigerung um 59 %.Vergleiche können unter Berücksichtigung dieser
Tatsache nur sehr eingeschränkt gezogen werden.
Insgesamt wurden rund 40 % mehr Kongresse gezählt. Mit einem
Zuwachs von 60 % sind vor allem die nationalen Veranstaltungen für
die Veränderung ausschlaggebend. Internationale Kongresse
verzeichneten ein Plus von 17 %. Die Gesamt-Teilnehmerzahl stieg
hingegen nur um 21 %, was ausschließlich auf mehr Gäste bei
nationalen Veranstaltungen zurückzuführen ist. Bei der
internationalen Teilnehmerzahl wurde hingegen ein Rückgang von 3 %
verzeichnet.
Generell ist zu sagen, dass bei internationalen Kongresse die
Teilnehmer weniger (durchschnittlich 303 Teilnehmer) und die Dauer
kürzer geworden ist (3,19 Tage). Die durchschnittliche nationale
Teilnehmerzahl ist zwar annähernd gleich geblieben, aber auch hier
zeichnet sich ein Trend in Richtung verkürzter Kongressdauer auf.
Punkto Themen und Monatsverteilung sind die Ergebnisse von 2009 und
2010 ähnlich.
Download-Adresse für Unterlagen und Fotos:
http://www.acb.at/pressedownloads
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Austrian Convention Bureau Lisa Rainer Operngasse 20b 1040 Wien Mobil +43 (0) 676 933 59 09 Fax +43 (0)1 581 16 11 15 Mail [email protected] Österreich Werbung Mag. Ulrike Rauch-Keschmann Margaretenstr. 1 1040 Wien Tel +43 (0)1 588 66-299 Fax +43 (0)1 588 66-266 Mail [email protected]
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