Hornek und Maier: Erschreckend, wie dilettantisch in den ÖBB mit Liegenschaften und Finanzgeschäften in Milliardenhöhe umgegangen wird

"Nach wie vor und seit Jahrzehnten!"

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Interessante Erkenntnisse ergaben sich aus der Befragung der Geladenen heute, Dienstag, in der Sitzung des Rechnungshof-Unterausschusses zum Thema ÖBB. "Am erschreckendsten war für uns die Erkenntnis, dass seit 1995 die wichtigsten Liegenschaften und Finanzgeschäfte der ÖBB - obwohl es sich dabei um ein Unternehmen mit weit mehr als 40.000 Mitarbeitern handelt - in Form von Cross Border Geschäften in Milliardenhöhe gar nicht oder lediglich dilettantisch gemanagt wurden." Das erklärten die ÖVP-Abgeordneten Erwin Hornek und Dr. Ferdinand Maier nach der Ausschusssitzung.

So habe der Mitarbeiter der Treasury-Abteilung der ÖBB-Holding, Franz Wanzenböck, selbst erklärt, dass seit 1995 innerhalb der ÖBB niemand mit derartigen Finanzgeschäften umgehen konnte. "Daran hat sich offenbar nichts geändert. Denn Wanzenböck, der sich selbst in der Befragung als überforderter Sachbearbeiter deklariert hat, ist noch immer (!) als Teilzeitbeschäftigter in einer Eineinhalb-Personen-Abteilung für solche Geschäfte zuständig. Das ist doch unglaublich dilettantisch, wie hier nach wie vor und seit Jahrzehnten mit öffentlichen Geldern umgegangen wird", so Hornek und Maier.

Nachdem die Zeichnungsberechtigung und somit Handlungsvollmacht für diesen Finanztransaktionsdeal von den Vorständen der Personenverkehrs AG, der Railcargo AG und der Infrastruktur Bau AG erteilt wurde, sollten nun die Gründe für die Entlastung der Vorstände hinterfragt werden. Hornek: "Das sind Fragen, die Aufsichtsratspräsident Pöchhacker aufzuklären hat. Darauf hat auch Gustav Poschalko, der selbst jahrelang RCA-Vorstand und dann ÖBB-Holding-Vorstand war, in seinen Ausführungen heute mehrmals verwiesen."

"So wie bei den Spekulationsgeschäften der Aufsichtsrat der Holding nicht informiert war bzw. auch nicht der Vorstand der Holding, so hat sich herausgestellt, dass der endgültige Beschluss auch über den Ankauf der MAV Cargo ohne Zustimmung des zuständigen Aufsichtsrates erfolgt ist. Das ist ebenfalls eine Frage, die Aufsichtsratspräsident Pöchhacker zu beantworten haben wird - übrigens wiederum eine Empfehlung von Gustav Poschalko", betonte Maier. "Wir sehen daher der Befragung Pöchhackers mit großem Interesse entgegen."
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