Glawischnig fordert am Tag der Arbeit mehr Investitionen in Grüne Jobs

Grüne fordern mehr Solidarität mit Menschen ohne Arbeit

Wien (OTS) - Grünen-Chefin Eva Glawischnig fordert am heutigen Tag der Arbeit von der Bundesregierung eine Investitions-Offensive in Grüne Arbeitsplätze. "Durch mutige Investition in erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Umwelttechnologie, sowie Sozial-, Bildungs- und Pflegeberufe können in Österreich in den nächsten Jahren mehr als 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden", erläutert Glawischnig beim Zukunftskongress der Grünen am 1. Mai in Linz. "Oberösterreich hat in den vergangenen Jahren - mit der Regierungsbeteiligung der Grünen - gezeigt, dass es einen wachsenden Arbeitsmarkt im Bereich der zukunftsorientierten "Green Jobs" gibt. Durch das Engagement von Umweltlandesrat Rudi Anschober werden in Oberösterreich mittlerweile 36.000 Grüne Jobs gesichert." Eine aktuelle WIFO-Studie aus Februar 2011 bestätigt den Grünen Kurs:
Investitionen in der Höhe von 6,3 Milliarden Euro in die Bereiche erneuerbare Energien, Energieeffizienz und thermische Sanierung könnten bis 2020 mindestens 75.000 neue Ökojobs schaffen. "Die Bundesregierung wäre gut beraten, diese Jobchancen nicht länger zu ignorieren und endlich die Weichen in Richtung Zukunftsjobs zu stellen und zu investieren, statt den Sparkurs auf Kosten der Zukunft fortzusetzen", fordert Glawischnig. Dazu zählen unter anderem ein wirkungsvolles neues Ökostromgesetz statt ein Ökostrom-Stopp-Gesetz wie von Minister Mitterlehner geplant; Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr statt weiterer Milliardeninvestitionen in Autobahnen wie von Ministerin Bures geplant und eine echte Ökologisierung des Steuersystems, also die steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit und höhere Steuern auf klimaschädliche fossile Energieträger. "Die Grüne Joboffensive ist gleichzeitig das beste Rezept für den Atomausstieg, die Energiewende und erfolgreichen Klimaschutz. Ökojobs sind Zukunftsjobs, denn eine starke Wirtschaft braucht ein gesundes Klima und eine gesunde Umwelt. Frei nach dem Motto: Wenns der Umwelt gut geht, gehts der Wirtschaft gut."

Glawischnig fordert aber am heutigen Tag der Arbeit auch mehr Solidarität mit Menschen ohne Arbeit. "Arbeitslose und armutsgefährdete Menschen werden in Österreich nicht ausreichend unterstützt, die Lebenssituation dieser Menschen hat sich im letzten Jahr leider nicht verbessert, sondern vielfach sogar verschlechtert", kritisiert Glawischnig. "Noch immer ist das Arbeitslosengeld in Österreich das zweitniedrigste in der EU, arbeitslose Menschen werden in Österreich in sinnlose Kurse gepresst und dazu gezwungen, zu ungerechten Minilöhnen in schikanösen Leiharbeitsverhältnissen zu arbeiten. Auch die Mindestsicherung hat hier keine Verbesserung gebracht", sagt Glawischnig, die eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes zumindest auf den EU-Durchschnitt von 70 Prozent und eine deutliche Erhöhung der Freibeträge in der Notstandshilfe fordert.

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