• 29.04.2011, 14:18:01
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ÖVP-Maier zur ÖBB-Bilanz: "Zeit des Schmähführens ist längst vorbei"

Bilanzzahlen fordern von ÖBB-Chef echte Reformen ein und dürfen nicht als Freibrief für weitere Steigerung der Staatszuschüsse verstanden werden

Wien, 29. April 2011 (ÖVP-PK)"In mehrfacher Hinsicht
besorgniserregend", bezeichnet ÖVP-Verkehrssprecher Ferdinand Maier
den heute von ÖBB-Chef Christian Kern vorgelegten ÖBB-
Geschäftsbericht 2010. "Kern, Pöchhacker & Co. haben die ÖBB zum
größten Budgetbelaster Österreichs gemacht. 2007 haben Werner
Faymann und Doris Bures Reformen versprochen, aber leider ist nur
wenig passiert." So zeigen die Zahlen den dringenden Reformbedarf
im gesamten ÖBB-Konzern: "Ein um 80 Millionen Euro gestiegener
Personalaufwand, um 190 Millionen Euro gesteigerte Wertminderungen,
Mehraufwand für Material und bezogene Leistungen von 163 Millionen
Euro - all das fordert vom ÖBB-Chef echte Reformen und keine
Ankündigungen", mahnt der ÖVP-Verkehrssprecher endlich Maßnahmen in
Richtung interner Arbeitsmarkt, leistbare Gehaltsabkommen, endlich
ein Heben der angekündigten Potenziale in Produktion und Verschub,
eine Neuregelung der Fahrbegünstigungen um teure
Steuernachzahlungen abzuwenden, ein Klären der Verantwortung für
die RCA-Entwicklung samt eines klaren Restrukurierungsplans sowie
ein zukunftsorientiertes Wertmanagement der Beteiligungen, ein.
****

"Zum anderen werfen die Zahlen eine Reihe von kaufmännischen
Fragen auf, die Kern erst einmal erklären muss." So sticht für
Maier insbesondere die gewaltige Steigerung der Wertminderungen von
mehr als 190 Millionen Euro, mit besonderem Schwerpunkt in der RCA,
ins Auge. "Seltsam, dass hier also über Nacht plötzlich erkannt
wurde, dass die Anschaffungen fast nichts wert sind. Bleibt zu
hoffen, dass hier keine strategischen Schlechterstellungen für
eventuelle Zuschussverhandlungen eingearbeitet werden. Die
Unternehmensführung ist dringend aufgerufen, selbständig Reformen
einzuleiten und die ÖBB-Unternehmen nicht als Zuschussbetriebe
darzustellen", warnt Maier deutlich davor den Substanzwert der
Beteiligungen auszuhöhlen. "Das Schmähführen muss nun endlich
aufhören, denn die Zeit des Handelns ist längst angebrochen",
appelliert der Verkehrssprecher an den Verantwortungsauftrag des
ÖBB-Managers.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien,
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

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